Nutztierversicherung

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Grüne Wiesen, Rinder mit ihren Kälbern, dazwischen Gänse, Hühner und grunzende Schweine – für viele Verbraucher ist dieses Bild immer noch bezeichnend für die Idylle eines Bauernhofes. Realität und Wunsch klaffen aber oft weit auseinander, so auch hier. Denn mit Idylle hat das Leben auf einem Bauernhof nur wenig zu tun.

Versicherung für Nutztiere

Meist wird der Alltag eines Landwirts von harter Arbeit geprägt. Und dies an jedem Tag des Jahres, schließlich kennen Rinder und Schweine keine Feiertage oder Urlaub. Neben der Sorge um Tiere und Maschinen müssen aber auch Landwirte als Unternehmer denken und sich damit auseinandersetzen, welche finanziellen Risiken aus ihrer Arbeit mit Nutztieren entstehen.

Nutztierversicherung gegen Gefahren

Zu den Gefahren durch Krankheit oder Tod kommen natürlich auch Risiken für Dritte, wenn sich etwa ein Ochse samt seiner Herde selbstständig macht. Grund genug, einmal danach zu fragen, was eine gute Versicherung für Nutztiere alles können muss. Grundsätzlich sollten Assekuranzen ihre Tarife natürlich so breit wie möglich anlegen und unterschiedlichste Fälle in eine Nutztierversicherung einschließen.

Mögliche Gefahren

Dazu zählt neben dem natürlichen Ableben auch die Nottötung für den Fall ausgebrochener Krankheiten, wie es in den vergangenen Jahren bei der Maul- und Klauenseuche oder Vogelgrippe zu beobachten war. Weiterhin ist für jeden Landwirt natürlich der Nachwuchs von existenzieller Bedeutung, weshalb Versicherungen von Nutztieren auch für den Fall der Zeugungsunfähigkeit eines Zuchtbullen entsprechende Leistungen vorsehen sollten.

Damit nicht genug, stellen Landwirte auch Ansprüche für den Fall, dass Jungtiere bei der Geburt ums Leben kommen und so ein wirtschaftlicher Schaden entsteht.

Schäden durch Nutztiere absichern

Viele Tiere versorgen die Bevölkerung der Erde mit unterschiedlichen Produkten des täglichen Bedarfs und lassen sich deshalb aus dem heutigen Alltag nicht mehr wegdenken, auch wenn ein Teil der Bevölkerung mit der Tierhaltung nur noch wenige Bezugspunkte teilt.

Da sich die Haltung von Nutztieren, wie etwa Schweinen, Rindern, Schafen oder Geflügel, in Form und Umfang beträchtlich von der Haustierhaltung unterscheidet, ergeben sich an dieser Stelle natürlich auch andere Anforderungen an die Haftpflichtversicherung.

Tierhalterhaftpflichtversicherung genau studieren

  • Werden die Versicherungsbedingungen einer Tierhalterhaftpflichtversicherung genau gelesen, so wird schnell klar, dass deren Schutz die gewerbliche Haltung von Nutztieren nicht mit einschließt.
  • Schäden durch die genannten Tiere werden im Allgemeinen über die betriebliche Haftpflichtversicherung abgedeckt.
  • Diese kommt an dieser Stelle für eine große Zahl unterschiedlicher Schadensfälle auf, wenn eine Rinderherde etwa während des Weideumtriebs zum Beispiel Flurschäden an fremden Grundstücken verursacht.

Zusätzlich stellt der große quantitative Umfang dieser Tierhaltung natürlich den Besitzer und die Versicherung vor besondere Probleme, was zum Beispiel die Entsorgung der Fäkalien oder die Vorratshaltung der Futtermittel betrifft.

Bei Verunreinigen, zum Beispiel durch auslaufende Fäkalien in ein Brauchwasserreservoir, erwarten den Bauern mitunter sehr hohe Schadenersatzforderungen, wenn andere Betriebe oder Haushalte von dieser Verschmutzung in Mitleidenschaft gezogen werden.

Welche Versicherungen für Nutztiere?

Halter von Hunden und Katzen, die sich gegen Risiken im Alltag und Schadenersatzansprüche schützen wollen, greifen verstärkt zu Tierhalterhaftpflichtversicherungen. Landwirte und Züchter von Ziegen, Pferden oder Rindern und Schafen stehen zwar ebenfalls Gefahren für sich und ihre Tiere gegenüber, müssen aber auf den Schutz der eben angesprochenen Tarife verzichten.

Schuld sind Klauseln in den Versicherungsbedingungen, welche für Nutztiere einen Leistungsausschluss festlegen. Wie sich aber in diesem Fall schützen?

Nutztierversicherung als letztes Mittel

Allen Betroffenen bleibt nur eine sogenannte Nutztierversicherung. Mithilfe dieser Police lassen sich die wichtigsten Todesfallrisiken finanziell absichern, zu denen Krankheiten oder die Nottötung zählen. Besondere Beachtung verdienen an dieser Stelle aber die Feinheiten der Versicherungswirtschaft.

Während eine reine Tierversicherung nur dann zahlt, wenn eine Erkrankung nachgewiesen werden kann, müssen Bauern im Fall einer Seuche mit hohen Ausfällen rechnen, da am Ende der gesamte Bestand von einer Nottötung bedroht wird. In dieser Notsituation ist eine Tierversicherung wertlos, es hilft nur eine Ertragsschadenversicherung weiter, mit welcher sich finanzielle Risiken für den betroffenen Betrieb abwenden lassen.

Spezielle Policen für Bauern und gewerbliche Tierhalter

  • Aufgrund der individuellen Ansprüche, die einzelne Nutztierarten mitbringen, bieten Assekuranzen speziell zugeschnittene Policen an.
  • Diebstähle sind in allen Bereichen des Alltags ärgerlich und sorgen auch in der Landwirtschaft durch das Entwenden kompletter Tiere bzw. deren Schlachtung vor Ort mit anschließendem Fleischraub für finanzielle Verluste.
  • Risiken dieser Art lassen sich entweder in einem eigenständigen Vertrag versichern oder können Bestandteil der bereits genannten Ertragsschandenversicherung sein.

Fazit: Welche Versicherung für die Nutztierhaltung wichtig ist, hängt von der Tierart und den möglichen Risiken ab. Im gewerblichen Rahmen erscheint eine Ertragsschadenversicherung sowie ergänzend die Transport- und/oder Diebstahlversicherung als sinnvoll. Bei einer Nutztierversicherung kommt es vorrangig darauf an, dass unterschiedlichste Risiken versichert werden.