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Nervensystem der Fische

Wie das Kreislaufsystem ist auch das Nervensystem der Fische einfach strukturiert. Die Gehirne von Fischen sind oftmals klein, eine Großhirnrinde fehlt ihnen häufig gänzlich. Das Gehirn liegt bei den Fischen hinter den Augen, in der Schädelhöhle. Es erstreckt sich bis zum letzten Kiemenbogen. Allgemein teilt man es auf in Vor-, Mittel und Nachhirn. Der Hauptnervenstrang zieht sich über die Wirbelsäule bis zum Schwanz. Leicht zu betäuben sind Fische, indem man dem Nachhirn einen kräftigen Schlag versetzt. Im Einzelnen unterscheiden sich die Strukturen der Gehirne bei verschiedenen Fischarten erheblich.

Die Organe, die zur Wahrnehmung von Schallwellen dienen, sind bei den Fischen gut entwickelt. Sie sind sogar so weit entwickelt, dass sie sich mit Hilfe von reflektierenden Schallwellen orientieren können. Diese Gehörorgane bestehen zum einen aus Blasen, die mit einer Flüssigkeit gefüllt sind. Akustische Reize können viele Fische zudem auch mit ihrer Schwimmblase wahrnehmen. Eine Hörschnecke, wie sie der Mensch hat, kann man bei Fischen allerdings nicht finden. Die Wahrnehmung akustischer Reize ist im Allgemeinen wesentlich besser entwickelt als beim Menschen: insbesondere Raubfische können Töne noch im Infra- und Ultrafrequenzbereich aussenden und wahrnehmen.

Bezüglich der Diskussion über das Schmerzempfinden der Fische kommt es in der Fachwelt immer wieder zu Diskussionen: Können Fische Schmerz empfinden oder nicht? Eindeutig feststellbar ist, dass Fische beim Fang enormem Stress ausgesetzt sind. Neueren Erkenntnissen der Hirnforschung zufolge sollen Fische jedoch über kein ausgeprägtes Schmerzempfinden verfügen.