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Fische Fortpflanzung

In der Regel werden weibliche Fische geschlechtsreif, wenn sie drei bis vier Jahre alt sind. Mit der Geschlechtsreife sind sie fähig, Eier – sogenannte Rogen – abzulegen. Aus diesem Grund bezeichnet man einen geschlechtsreifen weiblichen Fisch auch als Rogener. Etwa zum selben Zeitpunkt werden auch die Männchen geschlechtsreif und bilden die sogenannte Milch, die sie über den Eiern ablegen. Für geschlechtsreife Männchen verwendet man deshalb auch den Begriff Milchner.

Prinzipiell unterscheidet man eierlegende und lebendgebärende Fische. Weit häufiger kommen die eierlegenden Fische vor. Die Fortpflanzung wird mithilfe der äußeren Befruchtung vollzogen. Der Laichvorgang vollzieht sich dabei entweder im freien Wasser (Freilaicher) oder durch ein Ankleben der Eier an Steinen, Wurzeln oder Pflanzen (Substratlaicher). Manche Arten wie die Buntbarsche betreiben eine intensive Brutpflege. Auch werden von einigen Fischarten wie dem Labyrinthfisch oder dem Stichling Nester errichtet. Andere Fische schützen ihre Nachkommen im eigenen Maul, weshalb man diese Fische auch Maulbrüter nennt.

Eier legen auch die Lebendgebärenden, jedoch mit einem wichtigen Unterschied zu den eierlegenden Fischen: die Eier der Lebendgebärenden werden schon kurz vor oder nach dem Legen durchbrochen. Bei den lebendgebärenden Fischen erfolgt die Fortpflanzung deshalb auch durch eine innere Befruchtung. Die männlichen Fische verfügen dafür über ein sogenanntes Gonopodium, eine besondere Extremität, die der Begattung des Weibchens dient.