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Kreislauf der Fische

Ist der Sauerstoff über die Kiemen oder über weitere Sauerstoff aufnehmende Organe ins Blut gelangt, muss das Blut im Körper verteilt werden. Wie beim Menschen übernimmt diese Aufgabe das Herz, unterstützend wirkt aber auch die Kiemenmuskulatur.

Unter den Wirbeltieren haben die Fische das primitivste Herz. Es ist weitaus einfacher gebaut als das der Menschen: es setzt sich allein aus einem Vorhof und einer Kammer zusammen. Das Blut, das in den Körperkreislauf gepumpt wird, gibt den Sauerstoff in den Kapillaren ab und nimmt gleichzeitig Kohlendioxid auf.

Gerade die Unterstützung des Pumpvorgangs durch die Kiemen hat jedoch auch Nachteile. In den Kapillaren der Kiemen sinkt der Blutdruck stark ab. Dadurch fließt das Blut durch den Fischkörper nur relativ langsam. Nachteilig ist auch die verhältnismäßig kleine Menge an Blut, die den Fischen zur Verfügung steht.

Die Körpertemperatur der Fische ist von ihrer Umgebung abhängig, sie sind wechselwarme Tiere. Deshalb reagieren sie auch empfindlich auf Temperaturänderungen im Wasser. Einige Arten halten in der kalten Jahreszeit bei Wassertemperaturen von 4 bis 8 Grad eine Art Winterschlaf. Dabei werden die Körperfunktionen auf das Notwendigste reduziert und während dieser Zeit nehmen sie auch keine Nahrung zu sich. Aber auch zu hohe Temperaturen haben große Auswirkungen auf die Fische: Dorsche zum Beispiel ziehen infolge der globalen Erwärmung der Meere in immer nördlichere Regionen.