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Fische Wahrnehmung und Kommunikation

Die Wahrnehmung der Fische unterscheidet sich teilweise deutlich von der Wahrnehmung der Menschen. Nachtaktive Fische, vor allem solche, die in der Tiefsee leben, haben oft sehr empfindliche, teilweise sehr große Augen. Einige Fische können Licht noch in rund 500 Metern Tiefe wahrnehmen.

Auch der Geruchssinn der Fische ist außerordentlich gut ausgeprägt. Haie nehmen beispielsweise Blut noch millionenfach verdünnt wahr. Das wichtigste Sinnesorgan ist jedoch bei den meisten Fischen das Seitenlinienorgan. Damit können sie selbst kleinste Schwingungen und Meeresströmungen erkennen. Auch von Steinen zurückgeworfene Druckwellen sind für sie wahrnehmbar.

Einige Fische sind in der Lage die Quellen von elektromagnetischen Wellen zu orten. Dies dient dem Beutefang genauso wie der Orientierung.

Die Kommunikation der Fische erfolgt meist auf akustischem Wege. Das ist nicht verwunderlich, da Wasser Schallwellen sehr gut überträgt. Insbesondere das sogenannte Seitenlinienorgan nimmt kleinste Erschütterungen war. Mitunter sind die Geräusche, die Fische erzeugen, auch sehr laut. So gibt der an der Atlantikküste Amerikas lebende Lippfisch Tautoga onitis während der Paarungszeit lang anhaltende, laute Töne von sich, die wie ein Nebelhorn klingen. Die Indianer nahmen früher an, dass es sich dabei um Stimmen der Geister handele.

Die Kommunikation über Laute ist sehr komplex. Mit speziellen Mikrofonen und einem entsprechenden Verstärker kann man diese Geräusche auch für Menschen hörbar machen. Mit ihnen warnen, bedrohen ihre Fische ihre Artgenossen oder werben auch um ein paarungswilliges Weibchen.