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Riffe

Insbesondere tropische Riffe beeindrucken mit einer außergewöhnlichen Schönheit und Farbenpracht. Nur wenige Ökosysteme können es mit der Komplexität eines Korallenriffs aufnehmen.

Korallenriffe beanspruchen nur ein Prozent des maritimen Lebensraumes, dafür findet man in ihnen mehr Lebensarten als in jedem anderen Unterwasserbereich. Korallen, kleine Nesseltiere also, sind es, die Kolonien bilden und so mit der Zeit die ausgedehnten Korallenriffe bildeten. Diese Tiere haben einen länglichen und hohlen Körper. Die Nahrung nehmen sie durch einen Schlund an ihrer Körperseite auf.

Die Korallen bilden die Grundlage eines komplexen Ökosystems, in dem kleinere Meeresbewohner wie Krebse, aber auch Fische leben. Die Korallen bieten ihnen Nahrung und Schutz in einer Vielzahl von Verstecken. Aktuell sind die Korallenriffe jedoch in ihrem Bestand gefährdet. Insbesondere die Erwärmung der Meere führt zu einem vermehrten Absterben dieser Fauna. Erkennbar sind tote Korallenriffe daran, dass nur noch das weiße Skelett der Korallen zu sehen ist. Korallenriffe überleben eine Erwärmung des Meers von über 30 Grad nur wenige Wochen.

Korallenriffe findet man aber auch in der Tiefsee (Tiefwasserriffe). Den Korallen der Tiefsee in 200 bis 1000 Meter Tiefe steht kein Sonnenlicht zur Verfügung, ihre Energie beziehen sie deshalb aus Nährstoffen aus dem sie umgebenden Wasser. Gefährdet sind die Tiefseeriffe durch die Verwendung von Grundschleppnetzen, die innerhalb kürzester Zeit ein Riff zerstören können.