» Werbung


Fische in Tiefsee

Die Tiefsee birgt eine riesige Zahl an Lebensformen, rund 11 Prozent aller bis heute bekannten Fischarten lebt dort. Viele Arten wurden jedoch vermutlich noch nicht entdeckt. Die Fische, die in so großer Tiefe leben – bisweilen in einer Tiefe bis zu 8.000 Metern – sind optimal an die ungewöhnlichen Lebensbedingungen angepasst. Oft sind ihre Muskeln und ihre Skelette nur schwach entwickelt, da sie sich nur selten bewegen. Viele der Tiefseefische verfügen auch über keine Schwimmblase.

Die Mehrzahl der Fische wandert zwischen verschiedenen Meeresschichten: in der Nacht schwimmen sie in höher gelegene Meeresschichten, den Tag verbringen sie in großer Tiefe. Nicht selten legen sie dabei täglich eine Strecke von über 1000 Höhenmetern zurück.

In der Regel wachsen Fische der Tiefsee langsamer als Fische in höheren Meeresbereichen. Verantwortlich dafür sind auch die niedrigen Temperaturen: die Durchschnittstemperatur liegt dort bei 5 Grad Celsius. Ihre Geschlechtsreife erreichen sie erst mit 15 oder 20 Jahren.

Lange Zeit ist man davon ausgegangen, dass es unterhalb von 500 Metern kein Leben gibt. Mithilfe von Stahlkugeln gelangte man jedoch am Ende des 19. Jahrhunderts in immer größere Tiefen hinab – und entdeckte eine Vielzahl an Lebensformen. Auch heute ist die Erforschung der Tiefsee noch nicht abgeschlossen, denn das Tauchen in großen Tiefen birgt viele technische Probleme und ist mit hohen Kosten verbunden.