» Werbung


Fische in Süßwasser

Das Süßwasser stellt meist einen sehr begrenzten Lebensraum für viele Fische dar. Viele können sich nur in den Grenzen eines kleinen Sees bewegen. Dies erweist sich oft als eine besondere Herausforderung an die Anpassungsfähigkeit der Süßwasserfische. Doch die zunehmende Verschmutzung der Binnengewässer führt dazu, dass selbst diese häufig sehr anpassungsfähigen Arten bedroht sind. Ein großes Problem stellt beispielsweise der Bau von Kanälen, Staudämmen und Schleusen dar. Durch sie wird der ohnehin begrenzte Platz noch weiter verengt.

Neben der weiteren Begrenzung der Lebensräume und der Verschmutzung des Wassers haben Fische in Flüssen mit auch vielen natürlichen Kräften zu kämpfen. Gerade die Fließgeschwindigkeit von Bächen im Oberlauf erfordert einen täglichen Kraftakt, dem nur wenige Fischarten gewachsen sind. Die Forelle mit ihrem stromlinienförmigen und kräftigen Körper hat sich jedoch dieser Umwelt angepasst. In den Unterläufen dagegen herrscht nur eine geringe Fließgeschwindigkeit. Hier fühlen sich oft Hechte, ja sogar Karpfen wohl.

Andere Lebensbedingungen herrschen in Seen, da das Wasser steht, ist kein schneller Wasseraustausch möglich. Außerdem verändern sich die Temperaturen im Verlauf der Jahreszeiten stark. Im Sommer sinkt der Sauerstoffgehalt in Seen oft dramatisch. Fische, wie der Wels nutzen hier ihre Darmatmung, um Sauerstoff an der Wasseroberfläche aufzunehmen. Im Winter fallen die Temperaturen bis 4 oder 8 Grad Celsius. Karpfen und Welse ziehen sich in dieser Zeit in die tiefsten Bereiche des Sees zurück, um dort im Zustand der Winterruhe zu verharren.