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Ausgestorbene Fische der Urzeit

Die ältesten Tiere, die einige Ähnlichkeiten zu den Fischen aufweisen, sind die Agnatha. Nachkommen der Agnatha sind die heute noch lebenden Neunaugen und Schleimaale. Diese frühen Lebensformen aus der Zeit Ordovizium vor mehr als 455 Millionen Jahren wiesen noch keinen Kiefer auf. Ihre Nahrung haben sie dementsprechend nicht gekaut, sondern nur angesaugt. Die Atmung erfolgte schon über Kiemen.

Einige frühe Fische gelten auch als die Vorfahren der heute an Land lebenden Tiere. Zu diesen Fischen gehören die Rhipidistier, die im Devon vor etwa 400 Millionen Jahren lebten. Sie hatte die Fähigkeit, sich mithilfe ihrer kräftigen Flossen auch an Land zu bewegen. Außerdem verfügte sie bereits über ein der Lunge sehr ähnliches Organ, das sie vom Leben im Wasser unabhängig machte. Gerade wenn die Gefahr bestand, dass der See, in dem sie lebten, austrocknen könnte, war es ihnen möglich, sich in einen anderen See zu retten.

In der Zeit des Devon lebten bereits auch ausgesprochen große Raubfische. Der bekannteste unter ihnen ist sicher der Dinichthys, der sogenannte Schreckensfisch. Ein Skelett dieses Urzeitfisches fand man in Ohio, USA. Dieser Fisch konnte bis zu acht Meter lang und eine Tonne schwer werden. Schutz bot ihm ein Knochenpanzer, der beweglich mit dem Schultergürtel verbunden war. Besonders der Schädel und die Vorderseite des Körpers konnten so wirksam vor Angriffen geschützt werden.

Auch in Deutschland hat man bereits spektakuläre Funde gemacht: In der Nähe von Darmstadt fand man beispielsweise Reste eines großen Schlammfisches. Dieser hat eine für seine Art enorme Größe von 80 cm. Er lebte vor etwa 45 Millionen Jahren.