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Artenschutz Fische

Die Ozeane dieser Erde erscheinen riesig und ihr Fischreichtum unerschöpflich. Leider sieht die Realität jedoch anders aus: viele Fische gehören heutzutage zu den bedrohten Tierarten. Gerade in Europa wird mehr aus dem Wasser geholt als nachwachsen kann. Aber auch die weltweite Erwärmung der Meere ist für die Reduzierung der Fischbestände verantwortlich. Die Bestände des Kabeljaus in den letzten 30 Jahren sind beispielsweise bereits auf ein Fünftel geschrumpft. Trotzdem ist der Fang des Kabeljaus noch erlaubt. Auch die Bestände der Heringe sind insgesamt zu klein, denn der Hering nimmt eine wichtige Stellung im ökologischen System der Meere ein, weil er die Nahrungsgrundlage vieler anderer Meeresbewohner ist.

Problematisch ist auch, dass die Ozeane mehr und mehr als Mülldeponie missbraucht werden. Dort werden Öl, Netze, Chemikalien, Fischabfälle und sogar radioaktive Abfälle illegal abgeladen. Den größten Teil machen jedoch Materialien aus Plastik aus. Die Strömungen treiben den Müll schließlich zusammen. Im Pazifik – zwischen Hawaii und den USA – sammelt sich der Müll auf einer Fläche so groß wie Zentraleuropa. Dies wird jedoch auch indirekt Auswirkungen auf die Menschen haben: die Giftstoffe, die sich im Plastik befinden, werden vom Plankton aufgenommen, alsdann von den Fischen, die das Plankton fressen, schließlich auch von den Menschen, die die Fische essen. So wandern die Gifte auf Umwegen zu uns zurück.

Zum Schutz der Meere müssen Regelungen auf internationaler Ebene getroffen und dies sehr bald. Die Mehrheit der Fischarten gilt heute schon als überfischt, andere Bestände sind durch die Verschmutzung der Meere bedroht.