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Fische in Märchen und in der Mythologie

Fische spielen in Märchen und in den Mythologien oft eine besondere Rolle. Bekannt ist beispielsweise das Märchen vom Fischer und seiner Frau: der Fischer gibt einem Zauberfisch die Freiheit wieder, dafür soll der Fisch jedoch der Frau des Fischers drei Wünsche erfüllen. Als die Wünsche der Frau übermäßig werden, werden ihre Reichtümer wieder in Armseligkeiten verwandelt. Man nimmt an, dass dem Märchen ein älterer Mythos zugrunde liegt, in dem der Fisch ein Meeresgott ist.

Der Fisch hat auch in der christlichen Mythologie eine große Bedeutung. Er ist häufig als Motiv in der frühchristlichen Kunst – z. B. auf Wandmalereien – zu finden. Das damals gebräuchliche Symbol, das auch als Geheimzeichen gebraucht wurde, waren zwei gekrümmte Linien, die sich so überkreuzten, dass der Körper eines Fisches erkennbar wurde.

Dieses Symbol bezeichnet man auch als Ichthys-Symbol, denn Ichthys ist Griechisch und bedeutet Fisch – und gleichzeitig auch ein Akronym für Jesus Christus. Heute findet man dieses Symbol bisweilen auch in der Öffentlichkeit. Menschen, die es beispielsweise an Autos anbringen, möchten damit in der Regel ihre Zugehörigkeit zur christlichen Glaubensgemeinschaft demonstrieren.

Auch im asiatischen Raum habe Fische eine große mythologische Bedeutung. In Japan und China gelten Fische zum Beispiel als Symbol für Glück und Reichtum. Auch Naturerscheinungen brachte man mit dem Fisch in Verbindung: früher glaubte man beispielsweise in Japan, dass die zahlreichen Erdbeben auf einen riesigen Wels zurückgehen, der mit seiner Flosse schlägt. Besonderes im Shintoismus wird der Fisch verehrt, zahlreiche Schreine, die mit Fisch-Statuen bestückt sind, machen dies deutlich.