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Fischzucht

Die Fischzucht wird schon seit Menschengedenken betrieben. Erste Zeugnisse der Fischzucht lassen sich bereits im 5. Jahrhundert vor Christus in China finden. Auch heute wird die Fischzucht noch intensiv betrieben.

Traditionell betrieb man die Fischzucht in Lagunen. Jungtiere, die in ihrem Weg im Frühjahr in die Lagunen fanden, wurden dort gefangen. Heute betreibt man die Fischzucht in Teichwirtschaften, Durchfluss- und Kreislaufanlagen sowie in Netzgehegehaltungen.

Bei der Teichwirtschaft werden Teiche künstlich angelegt und bewirtschaftet. Die Besatzdichte ist hier relativ gering. Grundsätzlich unterscheidet man zwei Formen der Teichwirtschaft: die Karpfenteichwirtschaft und die Forellenteichwirtschaft. Karpfenteiche sind großflächig mit stehendem Wasser angefüllt. Hier werden neben Karpfen aber auch Hechte, Zander und Schleien gezüchtet. Forellenteiche sind lang gestreckt und haben sehr klares, sauerstoffreiches Wasser. Hier werden Saiblinge sowie Regenbogen- und Bachforellen gezüchtet.

Auch Durchflussanlagen werden zur Fischzucht verwendet. Die Besatzdichte ist hier höher als in der Teichwirtschaft. Das Wasser stammt aus einem Meer oder einem Fluss und wird in die Durchflussanlage umgeleitet. Die Futterreste und Stoffwechselprodukte, die zurück in die Natur gelangen, belasten jedoch das ökologische System. Verhindert wird dies in geschlossenen Kreislaufanlagen. Hier werden weniger als 10 Prozent des Wasservolumens täglich ausgetauscht.

Außerdem wird die Fischzucht auch mithilfe der Netzgehegehaltungen durchgeführt. Eine solche Form der Tierzucht findet man häufig in Küstenregionen oder an größeren Seen. Leider können diese – wie auch die Durchflussanlagen – die Natur nachhaltig schädigen, da Futtermittel und Tiermedizin das umgebende Ökosystem belasten können.