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Fischarten

Weltweit zählt man etwa 25.000 verschiedene Fischarten. Diese Zahl klingt beeindruckend, gibt aber noch lange nicht die tatsächliche Anzahl der Fischarten wider. Der Grund dafür ist im Lebensraum der Fische zu suchen: viele von ihnen leben in der Tiefsee, einem schwer zugänglichen Raum mit extremen Lebensbedingungen. Jedes Jahr entdeckt man durch Zufall oder auf Expeditionen immer neue Lebewesen aus der Tiefsee, die eine eigene Art bilden.

Allein mit dieser Artenvielfalt stellen Fische bereits die Hälfte aller Wirbeltiere auf der Erde. Die Unterschiede zwischen den einzelnen Gattungen sind groß. Dies spiegelt sich nicht allein in ihrem Aussehen wieder, sondern auch in ihrer Lebensweise. Denn Fische haben ganz unterschiedliche Lebensräume erobert, in denen jeweils völlig andere Bedingungen herrschen. So haben sie sich zum Beispiel sowohl an das Leben im Süßwasser als auch an das Leben im Salzwasser angepasst. Dazu entwickelten sie Körperfunktionen, die es ihnen erlaubten, die Salzkonzentration im Körper zu regulieren. Ohne diese Fähigkeit würden sie regelrecht vertrocknen. Die Entsalzung geschieht über die Kiemen.

Die Anpassung der Fische an ihre jeweilige Umwelt hat natürlich auch Konsequenzen für ihre Haltung im Aquarium. Hier muss man versuchen, die optimalen Bedingungen durch eine regelmäßige Kontrolle und Regulierung der Wasserwerte zu schaffen. Insbesondere ph- und Nitrit-Werte sowie Temperatur und Wasserhärte sind besonders wichtig.

Einen ersten Überblick über die Vielzahl der verschiedenen Fisch-Gattungen und Familien gewinnt man durch die in der Wissenschaft angewandten Systematik. Allerdings ist die Systematik keineswegs einfach zu handhaben – vor allem auch, weil die gebräuchlichen Fischnamen in die Irre führen: So ist der Heilbutt zum Beispiel kein Butt sondern eine Scholle, und der Rotbarsch zählt nicht zu den Barschen sondern zu den Panzerwangen. Trotzdem ist eine grobe Orientierung mittels dieser Systematik möglich, die auch diesen Ausführungen zugrunde liegt.