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Fische in der freien Natur

Fischen, die im Meer leben, steht ein riesiger Lebensraum zur Verfügung. Innerhalb dieses riesigen Ökosystems hat jedoch jedes Tier eine bestimmte Funktion. Mit anderen Worten: Obwohl das Meer Platz für scheinbar unzählige Arten bietet, kann sich das Aussterben einer Art katastrophal auf andere Arten auswirken. Viele Meeresfische gehören heute zu den gefährdeten Arten, was zum Teil durch die Überfischung der Meere, aber auch durch deren Verschmutzung und Erwärmung verursacht wird. So ist der Bestand der Dorsche gefährdet, weil diese sehr empfindlich auf Temperaturveränderungen reagieren. Die Erwärmung der Meere treibt sie mehr und mehr nach Norden. Außerdem legt diese Art ihre Eier bei den hohen Temperaturen zu früh ab. Die Larven verhungern jedoch, weil zu dieser Jahreszeit noch nicht genügend Plankton vorhanden ist. Am Beispiel des Dorsches zeigt sich, wie empfindlich das Ökosystem Meer auf Veränderungen reagiert.

Ganz anderen Schwierigkeiten müssen sich Süßwasserfische stellen: Das Leben der Süßwasserfische erfordert ein hohes Maß an Anpassungsfähigkeit, denn der Lebensraum der meisten Süßwasserfische ist äußerst begrenzt. Manchmal leben sie nur innerhalb eines kleinen Flusssystems, manchmal ist ihr Lebensraum auch nur von der Größe eines Sees bestimmt. Innerhalb dieser engen Grenzen können sich die Lebensbedingungen stark verändern. Sommerliche Hitze bringt viele Seen zum Austrocknen, außerdem kann der Sauerstoffgehalt oft rapide fallen. Einige Fische haben sich im Laufe ihrer Evolution an diese Schwierigkeiten angepasst: so können Welse auch an Land atmen und sogar eine kurze Distanz über Land zurücklegen. Möglich wird dies durch die sogenannte Darmatmung.