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Heilbutt

„Der heilige Butt“ – so bezeichnete man diesen Fisch noch im 18. Jahrhundert. Seit jeher kommt ihm eine große Bedeutung in der Fischerei zu. Heute ist sein Bestand jedoch gefährdet. Die Bezeichnung Heilbutt führt ein wenig in die Irre, denn beim Heilbutt handelt es sich nicht um einen Butt, sondern um eine Scholle. Die Verwandtschaft wird deutlich, wenn man sich einen Heilbutt einmal anschaut: der Heilbutt ist ein Plattfisch mit einer dunklen, gefleckten Oberseite und einer hellen Unterseite. Die Augen trägt er nur auf der Oberseite. Charakteristisch ist darüber hinaus sein Schwanz, der die Form eines Dreiecks aufweist.

Diese Körperform begünstigt seine Tarnung auf dem Meeresboden, dort wird er von seiner Beute, die aus Krebsen, Dorschen, Schellfischen, Rotbarschen und Garnelen besteht, kaum gesehen. Ein Heilbutt kann sehr groß werden: 3 Meter Länge und ein Gewicht von 300 kg sind keine Seltenheit. Er ist als Speisefisch sehr beliebt.

Der Heilbutt lebt hauptsächlich am Meeresboden bis zu einer Tiefe von 2000 Metern. Beheimatet ist der Heilbutt ursprünglich in südarktischen Kaltgewässern. Heute findet man ihn aber auch in den Gewässern vor Ostkanada, Grönland und Norwegen.

Das Fangen eines Heilbutts ist nicht einfach, weil er sich in Bodennähe aufhält und das oft in großer Tiefe. Für den Fang eines Heilbutts verwendet man in der Fischerei üblicherweise Grundschleppnetze. Diese sind oft riesig und mit Metallplatten beschwert. Allerdings zerstören sie den Lebensraum vieler Fische und anderer Meeresbewohner.