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Meeräsche

Die Meeräsche ist ein reiner Schwarmfisch, der sich hauptsächlich von Algen ernährt. Beim Fressen verwendet sie verschiedene Techniken: so kann sie beispielsweise Schlamm ansaugen und die im Schlamm enthaltenen Tiere herausfiltern. Aber Meeräschen können auch Meerwasser filtern: dazu haben sie spezielle Kiemen, in deren Reusen sich Organismen verfangen. Auch eine direkte Nahrungsaufnahme über das Maul ist natürlich möglich. Für die Verdauung steht ihnen ein besonderer Magen zur Verfügung, der sogenannte Kaumagen. Dieser kann die aufgenommene Nahrung mittels einer kräftigen Muskulatur und Steinen, die die Meeräsche zuvor verschluckt hat, zermalmen.

Meeräschen erreichen durchschnittlich eine Länge von rund 30 cm. Ausgewachsene Meeräschen können aber unter Umständen auch bis zu 80 cm lang werden. Sie leben im Schwarzen Meer, an den Küsten vieler Mittelmeerländer, an der Atlantikküste Südeuropas und Englands. In den wärmeren Monaten des Jahres ziehen sie auch bis zur Nord- und Ostsee, an die Küste Norwegens und sogar bis zu den Färöerinseln. Man findet sie stets in Küstennähe, vor allem dort, wo es steinig ist und viele Algen wachsen.  

Meeräschen sind für Angler schwer zu fangen, weil sie sich nicht leicht von Ködern täuschen lassen. Darüber hinaus ist ihr Geschmack sehr von den Lebensbedingungen und ihrer Nahrung abhängig. Fressen sie zum Beispiel neben Algen auch Mikroorganismen, können sie unter Umständen einen leicht modrigen Geschmack haben.