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Rotbarsch

Rot- bzw. Goldbarsche sind schnell und leicht an ihrer intensiven roten Farbe zu erkennen. Trotzdem ist der Name irreführend, denn Rotbarsche gehören nicht zu den Barschartigen, sondern zu den Panzerwangen. Sie sind Verwandte des tropischen Feuerfisches. Genauso wie bei den tropischen Feuerfischen sollte man sich vor dem Kontakt mit einem lebenden Rotbarsch hüten: an den Kiemen sowie an Brust- und Rückenflossen verfügt der Rotbarsch über scharfe Stacheln, die einem Menschen schmerzhafte Verletzungen zufügen können.

Rotbarsche sind im Nordatlantik verbreitet. Dort bevorzugen sie sehr kaltes Wasser, das nur zwischen 3 und 8 Grad Celsius warm ist. Bisweilen schwimmen sie auch in Tiefen von 1000 Metern. Rotbarsche leben vom Verzehr von Garnelen, Krabben und kleineren Fischen wie Heringen und Kungdorschen. Sie können maximal eine Länge von einem Meter und ein Alter von 50 bis 60 Jahren erreichen.

Eine Besonderheit weisen die Rotbarsche hinsichtlich ihrer Fortpflanzung auf: nach einer inneren Befruchtung bringt das Weibchen 35.000 bis 150.000 Jungtiere zur Welt. Diese halten sich vorerst an der Meeresoberfläche auf und fressen dort Plankton. Wenn sie eine Größe von einigen Zentimetern erreicht haben, schwimmen sie in tiefere Meeresbereiche.

Der Bestand der Rotbarsche ist gefährdet. Häufig gehen sie als Beifang ins Netz der Fischer, sie werden aber auch mit großen Schleppnetzen gezielt gefangen. Leider erholen sich die Bestände der Rotbarsche nur langsam von einer Überfischung, denn Rotbarsche wachsen ausgesprochen langsam. Erst nach 12 bis 20 Jahren sind sie geschlechtsreif.