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Seestint

Der Seestint ist ein relativ kleiner Fisch; ausgewachsen erreicht er nur eine Länge von 15 bis 18 cm. Dennoch ist er als Speisefisch sehr beliebt. Die Gräten stören kaum, da sie extrem zart sind. Eine Besonderheit ist sein Geruch: ein frisch gefangener Seestint riecht beinahe wie eine Gurke.

Der Seestint hat einen schmalen Kopf und ein Maul, das nach vorn spitz zuläuft. Die Haut des Seestints ist graugrün und hat einen leicht rosa Farbstich. Die Schwanzflosse zeigt einen charakteristischen schwarzen Rand. Der Seestint ernährt sich von kleinen Planktonkrebsen, Bodentieren und kleineren Fischen wie etwa Sprotten, Grundeln und Heringen.

Der Seestint ist weit verbreitet: man findet ihn sowohl im Nordatlantik und in der Ostsee als auch im Pazifik, aber auch im Brack- und Süßwasser. Dennoch reagiert er empfindlich auf eine Verschlechterung der Wasserqualität, durch die verstärkte Verschmutzung der Meere gingen die Bestände in der Vergangenheit bereits drastisch zurück. Auch die Überfischung ist Schuld am starken Rückgang der Population. Früher wurden die Seestinte in Massen gefangen. Und was nicht für den Verzehr zu gebrauchen war, verarbeitete man zu Tran, Dünger oder Viehfutter. Dies ist insofern problematisch, als der Seestint selbst Beute vieler Fische ist. Geht sein Bestand zurück, so wird vielen weiteren Fischen die Nahrungsquelle entzogen. Ein Rückgang des Bestandes der Seestinte hat somit Auswirkungen auf das gesamte Ökosystem des Meeres.