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Süßwasserfische

Die Süßwasserfische stellen eine wichtige Nahrungsgrundlage für den Menschen dar und sind darüber hinaus wichtige Glieder im ökologischen System der Binnengewässer. Trotzdem gehört beinahe die Hälfte der Süßwasserfische zu den bedrohten Tierarten. Die zunehmende Verschmutzung der Gewässer seit der Industrialisierung sowie der zunehmende Verbau der Gewässer durch Staudämme, Schleusen und Kanäle sind hierfür die Hauptursache. Im Gegensatz zu den Meeresfischen ist ihr Verbreitungsgebiet oft sehr klein, sie haben auch kaum die Möglichkeit, sich in Gebiete zurückzuziehen, in denen bessere Lebensbedingungen herrschen. Meist begrenzt sich ihr Lebensraum auf ein Flusssystem oder einen See.

Das Leben in einem solch begrenzten Raum birgt viele Schwierigkeiten, denn häufig ändern sich die Umweltbedingungen schnell und drastisch. Die Temperatur und der Sauerstoffgehalt des Wassers sind Schwankungen unterworfen. Außerdem führen je nach Jahreszeit und Wetter Flüsse mal mehr und mal weniger Wasser.

In der Systematik zählt man fast alle im Süßwasser lebenden Fische zu den Knochenfischen. Fische, die sich im Süßwasser entwickelt haben (primäre Süßwasserfische), weisen keine Salztoleranz auf, können also in salzigem Wasser nicht leben. Zu ihnen zählen zum Beispiel die Karpfen und Welse. Andere Süßwasserfische haben Vorfahren, die aus dem Meer stammen (sekundäre Süßwasserfische); sie besitzen eine geringe Salztoleranz. Beispiel hierfür sind die Barsche. Einige wenige Süßwasserfische können sowohl im Meer als auch im Süßwasser leben (periphere Süßwasserfische): zu ihnen gehören beispielsweise die Lachse und Aale.