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Aal

Die Ordnung der Aalartigen umfasst etwa 360 Arten. Aale gibt es sowohl im Süßwasser als auch im Salzwasser. Viele Aalarten leben in tropischen und subtropischen Meeren. Außerdem findet man sie auch in Küstengewässern und in der Tiefsee. In unseren Breiten gehören jedoch die Flussaale wie der europäische oder der amerikanische Aal zu den bekannten Arten. Diese ziehen nur ins Meer, um dort sich dort fortzupflanzen.

Ihrer Form nach erinnern die Aale an Schlangen: sie haben einen lang gestreckten, im Querschnitt runden oder leicht abgeplatteten Körper. Deutliche Unterschiede zeigen sich zwischen Männchen und Weibchen: die Männchen erreichen meist nur eine Länge von bis zu 50 Zentimetern, Weibchen können hingegen eine Länge von bis zu 150 Zentimetern erreichen. Aale findet man heutzutage fast in allen Gewässern, selbst dort, wo kein unmittelbarer Zugang zum Meer existiert. Häufig sind sie in solche Bereiche durch die zunehmende Kanalisierung vorgedrungen.

Meist haben Aale eine dunkelgrüne bis schwarze Farbe. Sind sie geschlechtsreif, zeigt ihr Bauch darüber hinaus eine weiße oder gelbe Färbung. Die Schuppen der Aale sind kaum zu erkennen, denn sie sitzen tief in der Haut und werden zudem von einer Schleimhaut überdeckt. Die Nahrung der Aale besteht hauptsächlich aus Würmern, Flohkrebsen, Muscheln, Schnecken, Fliegen- und Zuckmückenlarven sowie kleinen Fische. Aale werden in der Regel 10 bis 15 Jahre alt, ein Spitzenalter von 50 Jahren ist bei entsprechenden Bedingungen aber auch möglich.

Aale verfügen über einen ausgesprochen guten Geruchssinn, der sogar den von Hunden übertrifft. Sie sind in der Lage, sich mittels ihres Geruchssinns zu orientieren. Ihre Augen sind dagegen weniger gut entwickelt. Sie sehen nur schwarz-weiß und nicht sehr scharf.

Wie genau die Fortpflanzung der Aale stattfindet, ist immer noch ein Geheimnis. Sicher ist, dass sie sich dazu ins Meer begeben und einen weiten Weg bis in die Saragossasee im Westatlantik zurücklegen. Leider werden viele junge Aale, wenn sie aus der Saragossasee in europäische Gefilde strömen, von französischen Fischern abgefangen. Aus diesem Grund ging die Zahl der Aale in Europa stetig zurück. Heute gehört der Aal zu den gefährdeten Arten.