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Bachsaibling

Charakteristisch für den Bachsaibling ist die sogenannte Fettflosse, die nur sehr wenige Fische haben. Die Fettflosse befindet sich zwischen Rücken- und Schwanzflosse. Sie besteht jedoch nicht aus Fett – wie man aufgrund ihres Namens vermuten könnte – sondern aus Fleisch. Wozu diese Fettflosse dient, ist jedoch nicht wissenschaftlich geklärt. Zum Teil vermutet man, dass die Fettflosse das Schwimmverhalten positiv beeinflusst.

Bachsaiblinge werden in freier Natur in Europa häufig nicht länger als 35 Zentimeter und nicht schwerer als ein Kilogramm. Bei optimalen Umweltbedingungen, also bei einer guten Wasserqualität und ausreichend Nahrung, kann der Bachsaibling auch bis zu 55 Zentimeter lang werden. Der Bachsaibling gilt als ein vergleichsweise farbenprächtiger Fisch: Die Flossen auf der Bauchseite haben einen dunkelroten, beinahe schwarzen Saum und einen weißen Rand. Der Rücken ist von grüner oder brauner Farbe.

Bachsaiblinge leben in Gewässern, die kalt und sauerstoffreich sind. Man findet sie in Flüssen oder auch in Gebirgsseen. Ursprünglich gab es den Bachsaibling nur in Nordamerika. Am Ende des 19. Jahrhunderts importierte man ihn nach Europa, wo er schließlich heimisch wurde. Er ist relativ robust und kann sich gut seiner Umgebung anpassen. Auf den ph-Wert im Wasser reagiert er weit weniger empfindlich als die Bachforelle, mit der er sich den Lebensraum teilt. Auch aus diesem Grund zählt er nicht zu den gefährdeten Arten in Europa. Er frisst in der Regel Insekten- und Amphibienlarven sowie Kleinkrebse. Ältere Bachsaiblinge ernähren sich von Amphibien und kleinen Fischen.