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Koi-Karpfen

Sie gehören zu den teuersten und auch beeindruckendsten Fischen der Welt: die Koi-Karpfen. Es gibt sie in den verschiedensten Farben, mit individuellen Mustern und Schuppenformen. Beeindruckend sind auch ihre Größe und das Alter, das sie erreichen können. Diese bis zu einem Meter lang werdenden Riesen können leicht ihren Besitzer überleben, denn sie werden nicht selten bis zu 70 Jahre alt. Der älteste Koi soll sogar 226 Jahre erreicht haben – das hat zumindest die Untersuchung einer Schuppe ergeben. Der größte je gemessene Koi erreichte eine Länge von 153 Zentimetern.

Wer die Haltung oder gar Zucht von Koi-Karpfen in Angriff nehmen will, muss sich einer großen Herausforderung stellen. Denn die Koi-Karpfen-Zucht erfordert viel Aufwand. Allerdings kann sie auch hohe Gewinne abwerfen, denn Kois können einen Wert von mehreren Tausend Euro erreichen. Dazu müssen sie jedoch intensiv gepflegt werden. Zunächst ein entsprechend tiefer Teich notwendig, damit die Kois darin auch ihren Winterschlaf halten können. Doch auch die permanente Kontrolle und Regulierung der Wasserqualität ist unabdingbar. Kois sind groß und fressen viel; deshalb brauchen sie auch viel Sauerstoff. Gerade im Sommer ist es nicht leicht, den Sauerstoffgehalt entsprechend hoch zu halten. Auch die Überprüfung der ph- und Nitritwerte sollte bei einer Koi-Karpfen-Zucht regelmäßig und genau durchgeführt werden.

Schwierig wird die Koi-Karpfen-Zucht, wenn kein geeigneter Ort für einen Teich zur Verfügung steht. Es ist keinesfalls möglich, einfach irgendwo einen Teich zu bauen. Ein Koi-Karpfen-Teich muss bestimmten Anforderungen genügen: die Lichtverhältnisse müssen beispielsweise ideal sein, ein Zuviel an Sonne lässt die Algen wachsen, ein Zuwenig zieht die wichtigen Pflanzen in Mitleidenschaft. Nadelbäume dürfen sich auch nicht in der Nähe befinden, herabfallende Nadeln vergiften das Wasser und lassen es versauern. Außerdem gilt es, die Kois vor Katzen und Reihern zu schützen. Dies ist äußerst schwierig, wenn man die Optik des Teiches nicht durch über das Wasser gespanntes Netz beeinträchtigen will. Reiher-Attrappen führen leider sehr selten zum gewünschten Ergebnis.

Anders als in einem Aquarium haben Teiche über das Jahr hinweg keine gleichbleibende Temperatur. Doch Kois sind wie alle Fische wechselwarme Tiere. Mit anderen Worten: sinkt die Temperatur des Wassers, so sinkt auch ihre Körpertemperatur. Bei kaltem Wasser werden sie träge, fressen weniger oder gehen sogar in den Winterschlaf. Wenn sie jedoch weniger fressen, wachsen sie nicht. Da jedoch das Ziel jedes Züchters große und gut gebaute Kois sind, muss die Temperatur des Wassers immer genau überprüft werden. Im Frühjahr liegt die ideale Temperatur bei 14 bis 18 Grad Celsius, im Sommer bei 20 bis 26 Grad Celsius, im Herbst bei 15 bis 20 Grad Celsius und im Winter bei 4 Grad Celsius. Fallen sie dann in einen Winterschlaf, ist absolute Ruhe gefragt, denn ein Unterbrechen des Schlafes kann ihre Gesundheit massiv beeinträchtigen. Daneben muss man dafür sorgen, dass die Faulgase, die sich im Wasser auch im Winter bilden, entweichen können. Hierzu ist ein vorsichtiges Auftauen des Eises – am besten mit heißem Wasser – notwendig.

Auch das Futter sollte optimal auf das Wachstum der Kois abgestimmt werden. Kois fressen unablässig, wenn die Fütterung nicht stoppt. Eine Überfütterung ist jedoch äußerst schädlich. Nur mit der richtigen Futter-Dosierung entwickeln sich die Kois zu schönen und wertvollen Prachtexemplaren. Generell gilt hier die Regel: mehrere kleine Mahlzeiten sind besser als wenige große.

Wer die Mühen einer Koi-Karpfen-Zucht nicht scheut, kann beeindruckende Tiere heranziehen, die bei einem Verkauf überdies noch viel Geld einbringen. Die Wertsteigerung ist bei Kois enorm, weshalb sie auch häufig als Geldanlage genutzt werden. Jungtiere erhält man unter 100 Euro, ausgewachsene Exemplare sind aber – je nach Qualität der Züchtung – mehrere Tausend Euro Wert.