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Koi-Teiche

Koi-Teiche sollten groß sein – je größer, desto besser. Dadurch gerät das ökologische System weniger leicht aus dem Gleichgewicht. Aber auch der richtige Standort beeinflusst den Erfolg der Haltung: Keinesfalls sollte sich der Teich an einem tiefen Geländepunkt liegen. Kommt es zum Beispiel zu starken Regenfällen, können Boden und Pflanzen die Wassermassen nicht mehr ausreichend aufnehmen. Das Wasser und mit ihm viele Fremdstoffe fließen so in den Teich. Ist der Teich aber einmal verschmutzt, können sich Algen bilden, die das Überleben der Kois im Teich erschweren.

Auch Bäume sollten nicht in unmittelbarer Nähe des Teiches gepflanzt sein. Denn fallen Äste oder Blätter herab, so wird das kleine Ökosystem Teich mitunter stark gefährdet. Besonders dramatisch kann sich die Lage zuspitzen, wenn sich Nadelbäume in der Nähe oder gar am Rande des Teiches befinden. Nadeln von Fichten, Kiefern und Tannen lassen das Wasser schnell sauer werden.

Bei der Wahl des richtigen Standortes ist Fingerspitzengefühl gefordert, auch bezüglich der Lichtverhältnisse. Hier muss ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Licht und Schatten gefunden werden. Zu viel Licht erwärmt den Teich zu stark und beschleunigt das Wachstum der Algen; zu wenig Licht lässt die Pflanzen des Teiches verkümmern. Ideal ist der Halbschatten, zwischen 5 bis 6 Stunden sollten die Pflanzen am Tag Sonnenlicht erhalten.

Im Winter gefrieren Teiche meist. Hierbei ist Vorsicht geboten: Ein völliges Zufrieren des Teiches ist unbedingt zu vermeiden, denn unter der Wasseroberfläche entstehen sogenannte Faulgase, die dann nicht abziehen können. Um eine Ansammlung solcher Faulgase zu verhindern, darf man keinesfalls ein Loch in die Mitte des zugefrorenen Teiches schlagen. Kois benötigen während ihres Winterschlafes absolute Ruhe. Man sieht sie nur noch regungslos am Boden der Teiche, wo sie alle Funktionen ihres Körpers so weit wie möglich reduziert haben. Schlägt man dann mit Gewalt die Eisfläche auf, wird unter Wasser ein enormer Lärm erzeugt, der die Kois aus ihrem notwendigen Schlaf weckt. Im schlimmsten Fall kann sogar die Schwimmblase der Koi beschädigt werden. Was kann man also tun, um eine Ansammlung der Faulgase zu verhindern? Hier helfen Sprudler und Lüftersteine weiter. Sie können für eine dauerhaft eisfreie Zone sorgen. Außerdem kann man mit heißem Wasser schnell und sanft eisfreie Zonen schaffen.

Sorgen Sie dafür, dass der Teich genügend Wind erhält und dass Häuser, Bäume oder ähnliche Hindernisse keinen Windschatten bilden, da dieser verhindert, dass das Wasser aufgewühlt wird. Dieses Aufwühlen führt dazu, dass sich das Wasser immer neu vermischt und dass dadurch die Wasserqualität erhalten bleibt.

Bei der Verwendung von Wasserfällen und Sprudlern muss man vorsichtig sein. Diese erzeugen einen ungeheuren Lärm im Wasser und setzen die Fische unter Stress. Außerdem wird das Wasser dadurch im Sommer zusätzlich aufgeheizt, was auch zu einer vermehrten Algenbildung führen kann. Wenn überhaupt sollten solche Anlagen nur über Nacht betrieben werden – dann nämlich nehmen sie die Kühle der Luft auf.

Absolut schädlich für den Teich ist das Wasser von Dachrinnen. Auf den Dachrinnen sammeln sich zumeist Pollen und Staubpartikel, die durch das Wasser aufgenommen und an den Teich weitergegeben werden. Die Folge: der Teich wird verunreinigt. Alles Wasser, das in den Teich soll, muss vorher aufbereitet und gefiltert werden. Das Auffüllen des Teiches mit Frischwasser erfolgt im Idealfall mit einer Brause, die man ein paar Meter über den Teich hält. Das Wasser, das so in den Teich gelangt, nimmt ganz nebenbei noch Sauerstoff auf.