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Asagi

In Japan hat man eine Vorliebe für einfache und schlichte Formen. Dies drückt sich in der Architektur, in Kunstformen wie der Malerei oder in der Teezeremonie aus. Ein wahres Abbild dieser Einfachheit ist der Asagi. Anfänger greifen selten zu einem Asagi, denn er wirkt weniger auffällig, seine Zeichnung ist weniger bunt.

Der Asagi gilt als der älteste Koi. Es wird sogar behauptet, dass von diesem Koi alle anderen Koiarten abstammen. Tatsache ist, dass er bereits die Grundlage für viele Neuzüchtungen bildete. Charakteristisch ist sein blauer Rücken, auf dem die Schuppenstruktur deutlich zu erkennen ist. Idealweise sind die Schuppen am Rand etwas heller als in der Mitte. Im Kontrast dazu stehen die Wangen und Flossen: sie weisen meist eine rote Farbe auf.

Der Charakter des Asagi steht in krassem Gegensatz zu seinem Äußeren: er gilt als sehr lebhaft, intelligent und kräftig. Dies merkt man spätestens dann, wenn man einen Asagi fangen möchte: Asagi sind keine leichte Beute, ihre ursprüngliche Wildheit ist noch immer zu spüren. Selbst wenn man ihn in einer kleinen Wanne gefangen hält, wird er nicht friedlich auf sein Schicksal warten. Viele Asagi nutzen im Allgemeinen jede Möglichkeit zu einem Fluchtversuch.

Eng verwandt mit dem Asagi ist der Shusui. Dieser hat jedoch viele unterschiedliche Flecken auf dem Rücken und gleicht somit eher einem Doitsu.