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Kinginrin

Kinginrins oder auch Ginrins sind eigentlich keine eigene Koi-Varietät. Vielmehr werden damit Kois mit einer speziellen Beschuppung bezeichnet: bei ihnen findet man abwechselnd goldene und silberne Schuppen. Daraus leitet sich auch der Name ab, denn „kin“ bedeutet Gold, „gin“ bedeutet Silber und „rin“ bedeutet Schuppen.

Kinginrins haben darüber hinaus besondere Schuppenformen, die man unterteilt in Beta-Ginrin, Diamond-Ginrin, Kado-Ginrin und Pearl-Ginrin. Da es sich um keine eigene Rasse handelt, findet man häufig Doppelnamen wie Ginrin Kohaku, Ginrin Showa, Ginrin Sanke, Ginrin Bekko.

Sollte der Kinginrin ausgestellt werden, muss er über eine Mindestzahl an entsprechenden Schuppen verfügen: Im Allgemeinen muss der Koi mehr als 20 Ginrin-Schuppen besitzen. Wirklich beeindruckend sind jedoch die Ginrin-Schuppen, wenn sie in weit größerer Zahl vorhanden sind. Ideal ist eine Ginrin-Beschuppung, die sich über den ganzen Rücken und die Seiten erstreckt.

Ginrin-Schuppen kennt man erst seit 1925. In diesem Jahr entdeckte man sie auf einem Kohaku-Koi inmitten eines großen Zuchtbeckens. Der Rücken des Koi besaß jedoch an wenigen Stellen eine solch besondere Beschuppung. Kinginrins wie sie heute gezüchtet und verkauft werden sind das Produkt langer Züchtungen.

Die Beschuppung hat jedoch auch Nachteile: meist wirkt sich die aufwendige Beschuppung negativ auf das Wachstum aus. Viele Kinginrins werden nicht länger als 70 Zentimeter. Auch werden solche Kois weit häufiger von Krankheiten befallen.

Wichtigstes Kriterium für die Bewertung von Kinginrins sind die Schuppen: teure Kinginrins weisen immer eine geschlossene Schuppenfläche auf.