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Koromo

Der Name Koromo bedeutet so viel wie „Kleidung“ oder auch „Priestergewand“. Seinen Namen hat diese Koi-Art durch ihre spezielle Zeichnung. Sie entstanden, indem man ein Kohaku-Männchen mit einem Naruma-Sagi-Weibchen kreuzte. Diese planvolle Züchtung begann in Japan in den 1920er Jahren und zeigte zwischen 1945 und 1950 erste Erfolge.

Äußerlich ähneln sie stark den Kohaku, deshalb stellt man auch bezüglich ihrer Zeichnung ähnliche Anforderungen: Diese muss Rot sein und sich deutlich vom Weiß abheben. Der Koromo steht für Reinheit, Individualität und Vornehmheit. Ein markanter Unterschied zum Kohaku zeigt sich auf dem Schuppen: dort befinden sich beim Koromo blaue, fast schwarze Mondsicheln. Sie bilden ein deutliches Netzmuster, das sich – nur manchmal am Kopf – im allein roten Bereich befindet.

Koromos sind bei Koi-Liebhabern sehr geschätzte Tiere. Dennoch wagt sich nicht jeder an ihre Zucht. Das Problem: leider erkennt man nur spät ihr Potenzial. Ihre Zeichnung, die den Wert des Kois entscheidend bestimmt, bleibt lange unklar. Gerade in den ersten Jahren sind die Koromo-Jungtiere kaum von jungen Kohakus zu unterscheiden.

Die bekanntesten Variationen des Koromo sind der Ai Goromo, Sumi Goromo und Budo Goromo. Der Sumi Goromo trägt im Gegensatz zum Ai Goromo das Netzmuster auch auf dem Kopf. Ein Budo Goromo besitzt einen gelben Fleck auf dem Kopf, der schwarz schattiert ist.