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Welse

Welse leben vor allem in Süßgewässern. Selten findet man Arten auch in Salzgewässern, dort hauptsächlich in tropischen Meeren. Welse haben in der Regel keine Schuppen, einige Arten verfügen über einen Panzer. Um das Maul herum befinden sich die charakteristischen Barteln, die sowohl als Tastorgan der Orientierung dienen als auch die Funktion eines Geschmacksorgans einnehmen. Auf dem Oberkiefer befindet sich ein, auf dem Unterkiefer befinden sich ein bis zwei Bartelpaare.

Welse verfügen über eine sogenannte Darmatmung bzw. akzessorische Atmung. Bei dieser Atmung nimmt der Fisch den Sauerstoff nicht allein durch die Kiemen auf. Schluckt der Wels beispielsweise Luft an der Wasseroberfläche, so nimmt der Darm, der sehr gut durchblutet wird, zusätzlich Sauerstoff auf. Damit haben sie einen Vorteil gegenüber anderen Fischen: sinkt beispielsweise der Sauerstoffgehalt im Wasser durch längere Hitzeperioden, so profitieren Welse von dem Sauerstoff, den sie außerdem durch den Darm aufnehmen können.

Auch die kräftigen Brustflossenstacheln retten Welsen in ihrer natürlichen Umgebung nicht selten das Leben: mit ihnen können sie ausgetrocknete Gewässer zeitweise verlassen.

Welse ernähren sich hauptsächlich von Kleingetier wie Kleinkrebsen, Mückenlarven und Garnelen, doch sind sie bei der Auswahl der Nahrung nicht sehr wählerisch und begnügen sich oft auch mit Futterresten. Welse sind sehr widerstandsfähig, die Temperatur des Aquariums muss jedoch für jede Welsart individuell abgestimmt werden, da Welse in ganz unterschiedlichen Klimazonen leben.