» Werbung


Futter

Damit es den Zierfischen gut geht, sie sich fröhlich im Wasser tummeln und uns mit ihrer Farbenpracht beeindrucken ist nicht allein die Qualität des Wassers stets zu überprüfen. Auch das richtige Futter ist bei der Haltung von Zierfischen wichtig. Außerdem kann die Fütterung auch zum Erlebnis werden, denn dann zeigen sich oft die scheuen Fische, die man sonst mit wachem Auge suchen muss.

Welches Futter die Fische benötigen, hängt von der jeweiligen Art ab. Von großer Bedeutung ist das Gleichgewicht aus Ballaststoffen, Mineralstoffen, Vitaminen, Eiweiß, Kohlenhydraten und Spurenelementen. Vorsicht ist bei zu vielen Kohlenhydraten geboten. Einige Fischarten wandeln Kohlenhydrate in Fett um, was zu den sogenannten Fettlebern führt, an denen die Tiere schließlich sterben können.

Die Angebote an Fischfutter, das man im Handel erhalten kann, sind kaum zu überblicken. Unterteilt wird das Futter oft in Futter für die den oberen Aquariumsbereich, den mittleren und den unteren. Diese Unterteilung macht sich in unterschiedlichen Sinkgeschwindigkeiten bemerkbar.

Füttern sollte man seine Fische etwa zwei bis dreimal am Tag. Auf keinen Fall ist es ratsam, gleich größere Mengen an Fischfutter ins Aquarium zu geben und dann zu hoffen, dass dies für eine längere Zeit ausreicht. Besser sind mehrere kleine Futterportionen. Fische sind relativ schnell, wenn es ums Fressen geht. Im Normalfall haben sie das Futter nach einer Minute verzehrt. Benötigen Sie länger, sollte man die Futtermenge reduzieren. Sollte die Fressgeschwindigkeit nicht von der Futtermenge abhängen, ist es ratsam, das Futter bzw. die Gesundheit der Tiere zu prüfen.

Es zahlt sich aus, Qualitätsfutter zu kaufen. Dafür muss man zwar tiefer in den Geldbeutel greifen, doch dafür erhalten die Fische wertvolle Vitamine. Auch sollte man verschiedene Fischfuttersorten kombinieren, ein abwechslungsreicher Speiseplan tut allen Fischen gut. Von Fischfutter, das in riesigen Säcken erhältlich ist, sollte man die Finger lassen. Die wenigen Vitamine, die in diesem billigen Futter enthalten sind, gehen zudem verloren, wenn der Sack längere Zeit geöffnet ist.
Ideal ist eine Fütterung mit natürlichem Futter. Dieses besteht aus Lebewesen, die sich beispielsweise in Seen und Tümpeln aufhalten. Hierzu zählen beispielsweise Blattläuse, Wasserflöhe, Hüpferlinge, Mückenlarven, Maden, Fruchtfliegen, Regenwürmer und Taufliegen. Große Zierfischexemplare genießen auch gern mal Raupen, Wasserinsekten, Kaulquappen, Asseln, Schnecken, Jungfische und Mehlwürmer. Jungtiere fressen dagegen gerne Infusorien: darunter versteht man Kleinstlebewesen wie Räder- und Pantoffeltierchen. Diese muss man nicht kaufen, sehr leicht kann man sie selbst züchten, indem man beispielsweise Heu oder Rübenschnitzen in Regen- oder Tümpelwasser einlegt und einige Tage wartet.

Neben dem Lebendfutter ist auch das Frostfutter bei Fischen sehr beliebt. Es hat gegenüber dem Lebendfutter einige Vorteile: zum einen hält es sich länger, zum anderen können sich die gefrorenen Tiere nicht im Aquarium vermehren. Allerdings können die Zierfische nicht ihren natürlichen Jagdinstinkt ausleben. Genauso wie das Lebendfutter stellt es eine wertvolle Ergänzung des Speiseplans dar, es sollte jedoch nicht das Grundnahrungsmittel der Fische werden. Wenn man seine Zierfische zweimal in der Woche damit füttert, reicht das vollkommen aus.

Trockenfutter gibt es als Flocken- oder Granulatfutter oder auch in Form von Tabletten. Am häufigsten erhalten Zierfische Flockenfutter. Es eignet sich besonders für solche Fische, die ihre Nahrung von der Wasseroberfläche aufnehmen. Fische aus den anderen Bereichen müssen meist ein wenig warten, bis das Flockenfutter nach unten gesunken ist. Granulatfutter sinkt dagegen sehr schnell ab. Doch die Futtermengen dürfen hier nur dezent dosiert werden, denn das Futter, das auf dem Grund bleibt, kann schnell das Wasser verunreinigen. Ideal für Welse und andere Fische, die sich gern am Boden aufhalten, sind Tabletten. Denn diese fressen gerne das, was sich am Boden des Aquariums befindet. Wirft man die Tabletten ins Becken, so sinken die Tabletten sehr schnell nach unten. Dort lösen sie sich nach und nach auf. Viele Welse sind besonders in der Nacht aktiv, deshalb empfiehlt es sich, die Tabletten am Abend einzuwerfen. Sticks sind dagegen für Buntbarsche gut geeignet, diese lösen sich nicht wie die Tabletten auf und treiben lange im Wasser hin und her.

Gerade für Zierfische, die nahe dem Boden leben, bildet Salat und Gemüse eine willkommene Abwechslung. Allerdings sollten Salatblätter, Gurken- und Zucchinistücke, Möhren oder Kartoffelscheiben nicht zu lange im Aquarium gelassen werden. Spätestens nach einem halben Tag müssen diese wieder entfernt werden, denn dadurch wird das Aquariumswasser stark verunreinigt. Auch das Schälen der Gemüse ist zu empfehlen, denn oftmals sind darin noch Spuren von Schädlingsbekämpfungs- oder Pflanzenschutzmitteln enthalten. Etwas weicher kann man die pflanzliche Nahrung machen, indem man sie kurz erhitzt.

Zierfische, die bereits ausgewachsen sind, kommen auch längere Zeit – manchmal bis zu einer Woche – ohne Futter aus. Bei Jungtieren sollte man auf eine regelmäßige Fütterung in kurzen Zeitabständen achten, nur dann können sie sich gut entwickeln. Zu empfehlen ist eine vier- bis sechsmalige Fütterung am Tag. Hier ist aber die Gefahr einer Überfütterung sehr groß, dadurch kann der Sauerstoffgehalt des Wassers sinken. Dass sich zu wenig Sauerstoff im Aquarium befindet, erkennt man oft daran, dass die Fische an der Wasseroberfläche nach Luft schnappen. Besonders schnell kann dies bei kleinen Aquarien geschehen.