Buntbarsche

Buntbarsch

Buntbarsche werden auch häufig als Cichliden bezeichnet. Heute kennt man etwa 1700 Arten der Buntbarsche. Sie leben in Afrika und Amerika. Einige wenige Arten leben auch auf Madagaskar und in Asien.

Buntbarsch – Lebensweise und Haltung

Viele der Buntbarsche, die wir in unseren Aquarien pflegen, stammen aus afrikanischen Seen wie dem ostafrikanischen Grabenbruch oder dem Victoriasee. Auch im Tanganjika- und Malawisee gibt es viele Arten, die bei uns ein Dasein als Zierfisch fristen.

Vorkommen und Verbreitung der Buntbarsche

Zum Großteil bewohnen die Buntbarsche das tropische Afrika. Über 900 beschriebene Arten sind dort heimisch. Weiterhin werden noch zahlreiche ungeschriebene buntbarscharten dort vermutet. In ostafrikanischen Seen werden bereits über 250 Arten beschrieben.

Die Fischfauna wird zum Großteil hier von ihnen gestellt. In Mittel- und Südamerika leben circa 400 Arten, eine davon in Texas. In Madagaskar wiederum gibt es 17 Arten, die stark gefährdet sind. Der mit Abstand geringste Bestand ist in Asien zu verzeichnen. Dort gibt es maximal 11-12 Arten.

Aussehen und Merkmale

In Größe und Aussehen gibt es zwischen den einzelnen Buntbarscharten zum Teil sehr große Unterschiede. Sie weisen eine Länge von manchmal nur drei Zentimetern auf, manchmal auch von beinahe einem Meter.

  • In der Grundform sind sie eher oval. Dabei sind sie leicht langgestreckt und weisen eine seitliche Abflachung auf.
  • Je nach Habitat unterscheidet sich die Körperform jedoch auch von der Grundform her recht stark.
  • So gibt es auch scheibenförmige Buntbarsche und welche, die erhöhte Flossen haben.
  • Nochmals andere Buntbarsche können hechtförmig, beziehungsweise langgestreckt sein.

Zu beobachten ist auch, dass sich bei einigen Arten die Maulform an den jeweiligen Ernährungstyp angepasst hat. Typisches Merkmal ist zudem das Nasenloch auf jeder Kopfseite. 20-50 Schuppen können entlang der Seitenlinie beobachtet werden. Manchmal sogar bis zu 100. Im Regelfall hat die Afterflosse 3 Flossenstacheln.

Verhalten und Jagdverhalten

Gerade die männlichen Buntbarsche gelten als sehr aggressiv. Häufig führen sie Revierkämpfe mit Artgenossen oder wehren Eindringlinge ab. Im Gegensatz zu vielen anderen Fischen widmen sich Buntbarsche sehr intensiv dem Nachwuchs.

Sie beschützen die Eier bzw. Larven stets sehr aufmerksam gegen Angreifer und Räuber. Außerdem werden die Eier und Larven regelmäßig gereinigt; dies geschieht durch ein „Ablutschen“. Maulbrüter schützen ihre Nachkommen sogar, indem sie ihnen im Maul Unterschlupf gewähren.

buntbarsche

Buntbarsch: Haltung und Fütterung

Je nach Art wie z.B Malawibuntbarsch ernähren sie sich von Plankton, Pflanzen, Larven oder anderen Fischen. Einige Arten fressen nur die Schuppen oder Augen anderer Tiere. Die meisten fressen jedoch am liebsten lebendes Futter, also Regenwürmer, Mückenlarven, Kaulquappen oder Wasserinsekten.

Aufgrund ihres besonderen Verhaltens ist es ratsam, Buntbarsche nur in Artbecken zu halten. Bezüglich der Auswahl der Aquariumspflanzen muss man sehr sorgfältig vorgehen: viele Arten ziehen die Pflanzen in Mitleidenschaft, deshalb können nur ganz bestimmte Pflanzenarten wie das Zwergspeerblatt verwendet werden. Manche Arten dulden überhaupt keine Pflanzen in ihrem Lebensbereich.

Buntbarsche benötigen fast immer ein sehr großes Aquarium. Der Boden besteht idealerweise aus Rollkies, Steinen und Wurzelwerk. Auch für genügend Verstecke sollte man sorgen.

Malawibuntbarsche

Bei Malawibuntbarschen sollte man ein möglichst sehr großes Becken wählen, da diese besonders groß werden können. Die allermeisten Arten werden jedoch nicht größer als 10 oder 15 Zentimeter.

Malawibuntbarsche lassen sich im Regelfall nicht als Pärchen halten. Aus diesem Zusammenhang resultiert auch der große Platzbedarf. Zu beobachten ist, dass die Männchen stetig auf der Suche nach Weibchen sind sind, wohingegen sich die Weibchen als Maulbrüter alleine um die Fischbrut kümmern.

Sind paarungsunwillige Weibchen im Revier vorhanden, so werden diese von den Männchen verjagt. Eine Haltung im Harem ist bei Malawibuntbarschen deshalb von Vorteil. Es bietet sich an für jedes Männchen mehrere Weibchen zu halten. Da jedoch auch die Weibchen oftmals aggressiv sein können, sollte man die Buntbarsche bestenfalls in einem Gemeinschaftsbecken organisieren.

Wasserwechsel im Aquarium

Das Wasser sollte im Aquarium regelmäßig gewechselt werden. Wie oft hängt jedoch maßgeblich von der Größe des Aquariums und der Anzahl der darin lebenden Fische ab. Vor allem aber auch von der Leistung des Filters.

Schädliche Stoffe werden aus dem Aquarium entfernt, wenn eine regelmäßige Reinigung stattfindet. Als Faustregel kann man sagen, dass im Regelfall jede Woche 20 Prozent des Wassers gewechselt werden sollten. Alle zwei Wochen können sogar 50 % einem Wechsel unterzogen werden.