Forelle

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Forellen kennt man auch unter den Namen Stein-, Berg- oder Flussforelle. Ihr Körper ist lang gestreckt und erinnert an die Form eines Torpedos. Sie werden in der Regel 20 bis 30 cm lang, ihr maximales Alter beträgt 5 bis 10 Jahre.

Forelle – Aussehen und Lebensweise

Wie der Bachsaibling verfügt auch sie über eine Fettflosse. Der Rücken der Forelle hat in der Regel eine dunkle Färbung. Die Seiten sind heller und erscheinen nicht selten silbern oder golden. Außerdem findet man an den Seiten viele kleine rote Punkte.

Lebensraum

Die Forelle lebt hauptsächlich in kaltem, klarem und sauerstoffreichem Wasser. Sie fühlt sich nur in Gewässern mit einer sehr hohen Wasserqualität wohl. Deswegen sind ihre Bestände auch durch Gewässerverschmutzung und Gewässerverbauung gefährdet.

Weitere Probleme entstehen durch unkontrollierten Besatz mit Konkurrenzfischen wie die Regenbogenforelle, die nicht einheimisch sind. Diese Regenbogenforelle – die eigentlich keine Forelle sondern ein Pazifiklachs ist – wurde 1883 aus Amerika nach Europa importiert.

Nahrung

Die Forelle ernährt sich vorwiegend von Kleinkrebsen und Insektenlarven; größere Forellen ernähren sich auch von Amphibien und kleineren Fischen.

Zum Laichen ziehen die Forellen stromaufwärts. Dort suchen sie kiesige Bachbereiche auf. Für die Ablage der Eier werden dort zunächst Gruben durch das Schlagen des Schwanzes geschaufelt. In diese Gruben werden schließlich die Eier versenkt. Anschließend bedecken die Fische diese Gruben wieder mit leichtem Kies. Nachdem die Larven nach etwa 100 bis 120 Tagen geschlüpft sind, verbergen sie sich zunächst noch zwischen dem Kies. Erst nach ein paar weiteren Wochen wagen sich die Jungforellen aus ihrem Versteck.

Lebensweise der Forellen

In der Lebensweise unterscheiden sich die verschiedenen Forellenarten untereinander. So gibt es Arten, die wandernd in Gewässern leben, andere wiederum stehend. In Bächern, Seen und Flüssen stoßen sie auf Wasserinsekten und kleine fliegende Tiere, die sie fressen.

Nachdem die wandernden Forellen-Formen nach durchschnittlich drei Jahren und einer Größe von bis zu 24 cm ins Meer wandern, leben sie bis zu fünf Jahre in der Nähe von Küsten und ernähren sich dort von kleinen Fischen und Krebstieren. Von da an Wachsen sie sehr schnell heran und wandern als ausgewachsene Fische in den Monaten Juli bis November flussaufwärts.

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Laichzeit

Im Gewässergrund werden zwischen den Monaten März und Oktober 10.000 Eier durch die Weibchen abgelegt. Während der Laichzeit kann bei den Forellen ähnlich wie bei Lachsen eine auffällige Farbgebung beobachtet werden.

Nachdem die Tiere ablaichen kehren sie in der Regel zurück zum Meer. Forellen sind auch als Sportfische beliebt, wobei besonders Meerforellen mithilfe von Treibnetzen gejagd werden und in der Wirtschaft nutzbar gemacht werden.

Forellen als Speisefisch

Die Forelle ist als Speisefisch ebenso wie der Lachs sehr beliebt – im Internet gibt es zahlreiche Rezepte, Restaurants bieten sie in vielen verschiedenen Varianten an. Geräuchert, gebraten, gekocht und gebacken. Das Filetieren ist eine Kunst für sich. Auf YouTube gibt es hierzu jedoch jede Menge Videos und Anleitungen zum selber machen.

Forellenzuchten finden in der Regel in Rundstrombecken statt. Mit einem Stück Gewicht von etwa 2 g wird die Forellenbrut hier eingesetzt. Die Tiere haben hierbei große Ansprüche, was die Qualität des Wassers angeht. Das gesamte Jahr über wird die Forelle im Gegensatz zum Karpfen auf dem Fischmarkt angeboten.

Ein höherer Absatz ist traditionell am Jahreswechsel und an kirchlichen Feiertagen zu beobachten. Gerade im Sommer ist die Lachsforelle ein bekömmliches und beliebtes Nahrungsmittel.