Karpfenfische

Karpfenfische

Die Karpfenfische sind die artenreichste Fischfamilie in Deutschland. Karpfen gibt es in Europa, Asien und Amerika. Zur Familie der Karpfenfische zählen weltweit fast 2000 Arten. Äußerlich können die einzelnen Arten erhebliche Unterschiede aufweisen.

Karpfenfische – Lebensweise und Haltung

Gemeinsam ist allen Karpfenfischen das Vorhandensein von Schlundzähnen, eine einheitliche Form der Lippen und des Oberkiefers. Auch verfügen viele Arten über die Möglichkeit, sogenannte Schreckstoffe an das Wasser abzugeben. Werden die Karpfenfische verletzt, geben sie einen Stoff ins Wasser ab, der Artgenossen sofort die Flucht ergreifen lässt.

Karpfenfische findet man nur selten im Meer- oder Brackwasser. Innerhalb des Süßwassers sind sie jedoch sehr flexibel, dort findet man sie sowohl in schnell fließendem Schmelzwasser als auch in sauerstoffarmen, warmen Seen und Teichen.

Ihr Maul ist zahnlos, nur am Schlundknochen befinden sich kleine Zähne. Fast alle Karpfenfische sind Allesfresser. Zu ihrer Hauptnahrung gehören wirbellose Kleintiere und Algen. In Europa zählen die Gattungen Barbus und Rasbora die meisten Arten.

Insgesamt gibt es sehr kleine, aber auch recht große Arten. Die kleinen Arten sind unter 2 cm lang. Die großen Arten können eine Länge von 2 Metern erreichen. Zahnlose Kiefer und die genannten angewachsenen Zähne auf den Schlundknochen sind typisch für diese Fischart. Vom Menschen wurden viele Arten weltweit gezüchtet und verbreitet – sie weisen auch eine wirtschaftliche Bedeutung auf.

Auch Goldfische sind Karpfenfische

Zur Familie der Karpfenfische gehört auch der Goldfisch. Er ist eine Zuchtform, die auf den asiatischen Giebel zurückgeht. Seine Verbreitung ist aber so groß, dass man ihn sogar wild in Europa findet.

  • Die Wildform hat allerdings eine graue Farbe. Goldfische findet man immer seltener in Aquarien, andere Zierfische sind mittlerweile populärer geworden.
  • Die Haltung von Goldfischen in runden Becken widerspricht dem Tierschutz und ist verboten.
  • Beliebt ist der Goldfisch noch immer in Gartenteichen. Sie sind relativ anspruchslose Fische, die sich gut halten lassen.
  • Das Bild unten zeigt einen Schleierschwanz – eine Zuchtform des Goldfisches.

Karpfenfisch-klein-goldfisch

Fütterung

Gerste und andere pflanzliche Futtermittel wie Weizen oder Mais können von Karpfen gut verwertet werden. Sie benötigen jedoch auch tierisches Eiweiß. Planktonkrebse, Insektenlarven und Würmer dienen im Teich als Proteinquelle.

Bei den meisten der Karpfenfische handelt es sich um Allesfresser. Sie fressen insbesondere diverse wirbellose Kleintiere und auch Algen. Der Graskarpfen aber lebt rein herbivor – er ernährt sich also nur von Pflanzen, der Silberkarpfen beispielsweise ernährt sich hauptsächlich von Phytoplankton. Dann gibt es noch den Rapfen, der zu den Raubfischen zählt.

Verbreitung der Karpfenfische

Ursprünglich sind Karpfenfische vor allem in Nordamerika, Afrika, Europa und Asien verbreitet. Sie kommen also weltweit vor – keine Bestände werden jedoch in Madagaskar, Südamerika, Austrailien und Neuseeland beispielsweise beobachtet. Die meisten von ihnen leben im Süßwasser, andere wenige Arten hingegen auch im Brackwasser. So zum Beispiel der Aland, die Brachse und die Ziegen-Art in der Ostsee.