Lachs

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Die Lachse haben einen langen, gestreckten Körper und einen schlanken Schwanzstiel. Der Rücken hat eine blaugraue Farbe. Die Seiten weisen eine hellere Färbung auf und sind mit ein paar wenigen dunklen Punkten übersät. Gerade jüngere Lachse kann man leicht mit Forellen verwechseln.

Lachs – Aussehen und Lebensweise

Der Lachs ist ein anadromer Wanderfisch oder anders gesagt: er lebt im Meer, aber wandert zur Fortpflanzung die Flüsse hinauf und zwar an genau die Stelle, an der er selbst zur Welt kam. Um diese Stelle zu finden, sind die Lachse mit einem überdurchschnittlichen Orientierungssinn ausgestattet.

Lebensraum

Auch ihr sehr guter Geruchssinn unterstützt sie bei der Orientierung. Nach dem Schlüpfen halten sich die jungen Lachse zunächst zwei bis drei Jahre im Süßwasser auf, bevor sie das Meer aufsuchen. Dort bevorzugen sie schnell fließende, kalte und sauerstoffreiche Gewässern auf. Eine Vorliebe haben sie für kleinere, felsige Abschnitte in Ufernähe: dort können sie sich gut verstecken. Kleinkrebse und Insekten bilden ihre Nahrungsquelle.

Lange Zeit lebten in Deutschland keine Lachse. Heute findet man sie jedoch wieder regelmäßig, wenn auch immer noch vergleichsweise selten. Der Lachs lebt in Flüssen und Strömen, allein im Donausystem kann man bis heute keine Lachse finden.

Lachspopulation

Die Gründe für das zwischenzeitliche Verschwinden des Lachses sieht man darin, dass im Laufe des 20. Jahrhunderts die Fließgewässer durch den Gewässerausbau nicht mehr durchlässig waren. Wichtige Laichgründe der Lachse verschlammten nach und nach.

Außerdem sank die Wasserqualität durch eine zunehmende Verschmutzung. Derzeit versucht man, die Lachspopulation in den heimischen Gewässern wieder zu erhöhen. Dafür muss die Durchlässigkeit der Flüsse wieder gewährleistet sein.

Lachs: Verhalten und Aggressivität

Wissenschaftlern zufolge verteidigen Lachse ihre Territorien. Es gibt jedoch nur wenig Informationen über die soziale Hierarchie untereinander. Oftmals wird Aggressivität gegenüber anderen Tieren derselben Art beobachtet.

Häufig halten sich Lachse in Schwärmen auf, während sie das Mündungsgebiet ihres Flusses verlassen. Einige Lachse wie ausgewachsene atlantische Lachse stellen eine Bedrohung für einheimische Lachsarten dar. Sie greifen diese an. Der Königslachs und der Silberlachs leiden besonders darunter.

Ökologische Bedeutung der Lachse

Aus Laichgründen vollziehen die Lachse ständig Wanderungen, die in regelmäßigen Abständen stattfinden. Für über 200 Tierarten gilt der Lachs zudem als Nahrungsquelle. Sogar die Wälder Alaskas profitieren von den Fischen. Ein Großteil der Stickstoffversorgung geht von den verendeten Lachsen einher, die nach ihrer Laichzeit ableben.

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Lachs als Speisefisch

Kaum einem Fisch wird eine solch hohe wirtschaftliche Bedeutung zuteil. Nicht nur für Tiere, sondern auch für den Menschen stellt der Lachs wichtiges Nahrungsmittel dar. Weltweit gehört er zu den beliebtesten Speisefischen. Das orange-rosane Fleisch enthält reichlich Omega-3 Fettsäuren, die auch dem so genannten Lachsöl zugute kommen.

Unzählige Rezepte für die Zubereitung können im Internet nachgelesen werden. Lachsöl gilt als wertvolles Nahrungsergänzungsmittel und ist auch in Kapselform erhältlich. Als veganer Ersatz werden Chia-Samen aufgrund der ebenfalls enthaltenen Omega 3-Fettsäuren bevorzugt herangezogen.

Lachs ist so vielfältig, dass er gebraten, gekocht, roh und geräuchert zubereitet werden kann. Des Weiteren wird Lachskavia – der orangefarbene Roggen von Feinschmeckern verzehrt. Noch im 20. Jahrhundert galt der Lachs als einer der teuersten Fischarten. Regenbogenforellen werden ebenfalls als Lachsforelle bezeichnet, die im Futter während der Zucht eine lachsrote Farbe erhalten.