Sprayhalsband für Hunde

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Immer mehr Hundehalter wollen sich als Erziehungshilfsmittel ein Sprühhalsband anschaffen. Dies wird gerne als Alternative zum sogenannten Teletakthalsband genommen, welches in Deutschland, Österreich und der Schweiz verboten ist.

Mit diesem Hundehalsband sollen unerwünschte Verhaltensweisen der Vierbeiner wie beispielsweise Bellen und Urinieren korrigiert und unterbunden werden. Es gibt Modelle welche eine Automatik-Variante aufzeigen oder mit Fernbedienung genutzt werden können. Aber sind diese Halsbänder wirklich so unschädlich und effizient wie im Internet beschrieben?

Was ist ein Sprayhalsband für Hunde?

Unter einem sogenannten Sprühhalsband versteht man ein größenverstellbares, meist ergonomisch geformtes Halsband, welches einen viereckigen Sensor trägt. Aus diesem Sensor kommt ein Gemisch aus Luft und Flüssigkeit (modellabhängig auch mit Duftstoffen) heraus, was bei der Erziehung des Hundes hilfreich sein soll.

Das Halsband ist wieder aufladbar, heißt, man kann es mittels einer kleinen Sprühdose wieder befüllen wenn es leer ist  und somit wieder verwenden. Je nach Modell gibt die Erziehungshilfe als Vorstufe auch einen Warnton ab. Meist ist diese Funktion in den Sprühhalsbändern mit Fernauslöser integriert. Hier hat also der Mensch die Kontrolle darüber, wann der Sensor auslöst.

Anders ist das bei den Automatik-Varianten. Diese reagieren automatisch auf akustische Signale, wie das Bellen des Hundes. Hier muss der Mensch also nicht zusätzlich auslösen.

Funktion eines Hundehalsband Sprays

Bellt der Hund, zeigt er aggressives Verhalten, soll er zurückgerufen werden oder ein anderes Verhalten unterbunden werden, greifen immer mehr Menschen zu Erziehungshalsbändern. Gerade das Bellen in der Nacht, kann manch einem den letzten Nerv rauben.

 

Das Sprühhalsband für Hunde wird in den meisten Fällen gegen das Bellen genutzt, weshalb sie auch Antibellhalsbänder genannt werden. Diese stören den Hund beim Bellen und sollen ihn davon abhalten. So soll das Bellverhalten des Hundes positiv beeinflusst werden.

Bei der Automatik-Variante eines Sprühhalsbandes sprüht der Sensor nur dann, wenn der Hund bellt, also ein akustisches Signal ertönt und der schwingende Kehlkopf den Vibrationssensor auslöst. So werden Fehlauslösungen durch ein lautes Umfeld verhindert und der Hund wird nicht „fehlbestraft“.

Das Halsband setzt bei Aktivierung  einen leichten Sprühstoß in Richtung Hundenase ab und stört so das Bellverhalten des Vierbeiners. Dieser kann auf den Hund individuell eingestellt werden und soll absolut unschädlich für das Tier sein.

Viele Modelle funktionieren batteriebetrieben, einige lassen sich aber auch per USB-Ladekabel wieder aufladen. Die Handhabung des Befüllens der Flüssigkeit ist kinderleicht. Man steckt die Spitze der Spraydose mit leichtem Druck in die dafür vorgesehene Öffnung und hält einige Sekunden an, bis die Füllkapazität ausgeschöpft ist. Ist das Gerät aufgefüllt, kann es wieder genutzt werden.

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Einsatzgebiet des Anti-Bell Halsbandes

In den meisten Fällen wird das Sprayhalsband für Hunde genutzt, die viel bellen. Bei ihnen stellt das Band eine echte Alternative dar. Nicht jeder Hund kommt in den Genuss eines unbeschwerten und artgerechtem Aufwachsen. Hunde aus Tierheimen oder vom Tierschutz haben oft den Drang, häufig zu bellen. Hier kann das Halsband als Erziehungsmaßnahme dienen.

Natürlich sollte immer zuvor versucht werden, das Fehlverhalten durch positive Konditionierung abzugewöhnen. Hier stehen Experten in Hundeschulen gerne zur Hilfe. Solle dies nicht die gewünschte Wirkung erzielen, kann über ein Sprühhalsband für Hunde nachgedacht werden.

Gründe für häufiges Bellen sind:

  • Die Bewachung des Hauses
  • Das Quittieren fremder Geräusche
  • Spielaufforderung unter Artgenossen
  • Revierverteidigung
  • Langeweile und wollen durch Bellen auf sich aufmerksam machen
  • Angst vor dem Alleinsein

Gewöhnung des Hundes an die Erziehungshilfe

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Bevor das Antibellhalsband das erste mal genutzt wird, sollte die ordnungsgemäße Funktion sowie die Empfindlichkeit überprüft werden. Zudem ist es wichtig, den Hund im Vorfeld an das Halsband zu gewöhnen, ansonsten reagiert er vielleicht mit Angst und Panik dagegen.

Der Sprühstoß kann vom Menschen vorab geprüft werden. Dazu hustet man einmal kräftig in die Nähe des Mikrofons am Sensor. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass das Gerät im besten Falle ausschlägt und folglich Flüssigkeit austritt. Man sollte es also nicht direkt ins Gesicht halten.

Um dem Hund die Angst vor dem Fremden Gegenstand zu nehmen, wird angeraten, das Band einige Male im ausgeschalteten Zustand anzulegen. So kann sich der Hund bereits an den eckigen, etwas schwereren Sensor am Hals gewöhnen, ohne das dieser direkt beim ersten Bellen sprüht.

Verläuft das Tragen des Sprayhalsbandes für Hunde ohne weitere Probleme, kann es nun eingeschaltet werden. Dies sollte zunächst in der Wohnung geschehen, da viele Hunde kopflos das Weite suchen, wenn sie von einem solchen Sprühstoß überrascht werden. Im Freien könnte dies sehr gefährlich für Hund und Mitmenschen werden. Sicherheit sollte hier an oberster Stelle stehen.

Ein solches Erziehungshalsband, wie es das Sprühhalsband ist, sollte niemals dazu dienen, die Erziehung des Hundes zu übernehmen. Dies ist nur eine unterstützende Maßnahme. Es sollte zudem immer mit dem Hund an sich gearbeitet werden. Hier kann eine Hundeschule Hilfestellung geben und ein guter Ansprechpartner sein.

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Alternativen zum Sprayhalsband für Hunde

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Erziehungshalsbänder gibt es wie Sand am Meer. Ständig kommen neue Modelle auf den Markt. Die bekanntesten Produkte kann man im Tierfachladen sowie im Internet kaufen.

Das Sprühhalsband: Wie im Artikel bereits erklärt, setzt das Halsband beim bellenden Hund einen Sprühstoß ab, welcher vom Menschen per Fernbedienung oder als Automatik-Variante von selbst ausgelöst wird.

Das Vibrationshalsband: Eine häufig genutzte Alternative, welche mittels Vibration und ergänzender Weise einem akustischen Signal funktioniert. Für den Hund unschädlich und ab einem Alter von 6 Monaten zu empfehlen. Welpen sind hier noch zu empfindlich, weshalb in dem Fall von dem Produkt abgeraten wird.

Das Ultraschallhalsband: Das Halsband setzt bei Erfassung eines Hundegebells ein Ultraschallsignal frei, welches für den Menschen nicht hörbar ist. Der Ton soll den Vierbeiner aus dem Takt bringen und das Bellen unterbinden.

Das Teletakthalsband: Die rabiateste Form ist das Teletakthalsband. Es gibt per Knopfdruck einen Stromstoß ab, der den Hund bei Fehlverhalten korrigieren soll.

Diese Methode ist in Deutschland aber gesetzlich verboten!

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Meinungen von Experten zum Hundesprayhalsband

Die Meinungen zur Nutzung von Erziehungshalsbändern jeglicher Art gehen weit auseinander. Für den ein oder anderen Hundebesitzer ist diese Möglichkeit die Antwort auf all seine Probleme. Dabei sollte man als Hundehalter immer zuerst an sich selbst arbeiten und die Ursache des Fehlverhaltens erörtern, bevor man zu Hilfsmitteln greift.

Erfahrene Hundehalter und Hundeschulen schlagen beim Anblick dieser Erziehungsmethode die Hände über dem Kopf zusammen. Hier kann, bei ungeschultem Nutzen nämlich viel schief gehen.

Zwar sind die Geräte an sich meist nicht gesundheitsschädlich, können jedoch zu weiteren Problemen führen. Ist man noch unerfahren im Umgang mit Hunden, kann es leider dazu führen, dass man das Verhalten des Hundes völlig falsch beurteilt. So liegt es nah, dass der Vierbeiner völlig zu Unrecht „bestraft“ wird.

Er wird nicht verstehen, wieso er nun eine Vibration, einen Sprühstoß oder dergleichen bekommt, da er sich völlig normal verhalten hat. So verunsichert man den Hund enorm. Und das führt in hohem Maße zu Tierquälerei.