Hunde und Kinder

Viele Kinder wünschen sich einen Hund. Eltern, die diesen Wunsch erfüllen möchten, sollten sich jedoch darüber im Klaren sein, dass die Verantwortung für das Tier letztendlich bei ihnen liegt. Grundsätzlich sind Kinder unter 12 Jahren nicht dazu in der Lage, die Verantwortung zu übernehmen. Dem Alter entsprechend können sie aber sehr wohl dazu angehalten werden, kleinere Arbeiten mit zu übernehmen. Kinder können dem Hund Futter und Wasser bereitstellen und ihn bürsten. Auch Einkäufe für den Hund können durch das Kind getätigt werden. Später darf das Kind den Hund auch ausführen, sofern er dem Kind nicht kräftemäßig überlegen ist und dessen Anweisungen respektiert. Zu Beginn sollten die Eltern Kind und Hund begleiten. Erst wenn sie sich sicher sind, dass die beiden gut miteinander auskommen, kann das Kind den Hund allein ausführen. Dabei dürfen die Ausflüge nach und nach ausgeweitet werden.

Kinder profitieren sehr von der Verantwortung, die sie übernehmen. Sie bekommen mehr Selbstbewusstsein und werden durch den Umgang mit dem Hund ausgeglichener. Studien zufolge kann ein Hund sogar dazu beitragen, dass die Kinder besser in der Schule werden, weil sie neben der Verantwortung für das Tier auch mehr Eigenverantwortung lernen und ihren Pflichten besser nachgehen. Der Hund ist oft der beste Freund des Kindes, denn er zeigt seine uneingeschränkte Liebe, wenn es dem Kinde einmal schlecht geht oder es traurig ist. Dem Hund können alle großen und kleinen Geheimnisse anvertraut werden.

Der Hund, der in eine Familie kommt, darf im Charakter keine Schärfe aufweisen. Er darf es nicht übel nehmen, einmal etwas gröber angefasst zu werden. Im Gegenzug müssen die Kinder dahingehend erzogen werden, dass auch der Hund Schmerzen empfindet, wenn er grob angefasst oder an den Haaren gezogen wird. Da kleine Kinder dies noch schwer begreifen, sollte das Kind mindestens 4 Jahre alt sein, bevor ein Hund angeschafft wird. Anders sieht es natürlich aus, wenn der Hund vor dem Kind da war. Dann muss der Hund sanft an die Situation herangeführt werden. Damit keine Eifersucht entsteht, sollte das Tier möglichst überall mit einbezogen werden. Anders herum kann das Baby dabei sein, wenn der Hund gefüttert wird. Dadurch lernt der Hund eher, das Kind als vollwertiges Familienmitglied zu akzeptieren.

Ideale Familienhunde sind der Golden Retriever, Labrador Retriever, Dalmatiner, Beagle, Boxer, Collie, Eurasier und Kromfohrländer. Auch wenn die Auswahl der Hunderasse sorgfältig erfolgt ist und der Hund gut erzogen wurde, dürfen Hunde und Kleinkinder nie miteinander allein gelassen werden. Eltern sollten sich darüber im klaren sein, dass die Kinder in der Pubertät andere Interessen entwickeln und sich nicht mehr mit der bisherigen Begeisterung um den Hund kümmern und dass die Hauptarbeit dann bei ihnen liegt.