Dackel

Der Dackel wurde bereits im Mittelalter für die Jagd gezüchtet. Auch heute noch liegt sein Einsatzgebiet überwiegend in der Jagd. Diese kleine, niederläufige Rasse wurde aus Bracken gezüchtet. Ziel war es, Hunde zu züchten, die sich besonders gut zur Arbeit unter der Erde eignen, um zum Beispiel Dachse aus ihrem Bau zu treiben. Deshalb trägt diese Hunderasse auch oft die Bezeichnung Dachshund. Diese Bezeichnung geht darauf zurück, wofür der Hund ursprünglich gezüchtet wurde. Als weitere Bezeichnung geläufig ist der Begriff Teckel.

Der Dackel gehört zu den Jagdgebrauchshundrassen und ist auf diesem Gebiet vielseitig einsetzbar. Zum einen werden die Hunde eingesetzt, um in die Erdbaue von Wildtieren einzudringen und die Tiere aus dem Bau zu treiben. Aber auch über der Erde werden die Eigenschaften des Dackels hoch geschätzt. So ist der niedrige Hund geradezu prädestiniert, um Wild aus dem Unterholz zu treiben oder verwundetes Wild aufzuspüren.

Der Deutsche Teckelclub 1888 e.V. ist der wohl älteste Zuchtverein für Dackel. Bei der Rasse wird in drei Größen unterschieden. Neben den Teckeln werden auch noch Zwergteckel und Kaninchenteckel gezüchtet. Der Rassestandard für den Dackel wurde im Jahre 1879 in Hannover bestimmt und gilt bis heute. Der Körper dieser Rasse ist niedrig und lang gestreckt, dabei sehr muskulös. Abgesehen von Weiß sind alle Fellfarben erlaubt. Maximal ein kleiner weißer Brustfleck, der aber eigentlich nicht erwünscht ist, wird noch anerkannt. Die Hunde werden als Rauhaar, Langhaar und Kurzhaar gezüchtet.

Der Gesichtsausdruck spiegelt große Aufmerksamkeit und Mut wieder, die Haltung des Kopfes ist schon fast als herausfordernd zu bezeichnen. Blick und Haltung lassen schon ein wenig auf das Wesen dieses Hundes schließen. Diese kleinen Hunde können die Sturheit in Person sein, weshalb eine strenge Erziehung bereits im Welpenalter unerlässlich ist. Ein wenig aufpassen müssen Dackelbesitzer, dass ihr kleiner Freund nicht zu viel an Gewicht zulegt, denn diese Rasse ist ausgesprochen fresssüchtig. Der Aufwand der Fellpflege richtet sich danach, ob es sich um einem Kurz- oder Langhaardackel handelt. Langhaarige Exemplare müssen entsprechend öfter gebürstet werden als zum Beispiel ein Rauhaardackel.