Deutsche Dogge

Die Deutsche Dogge handelt sich allein durch ihre Größe viel Respekt ein. Hündinnen können immerhin eine Widerristhöhe von 72 Zentimetern erreichen, Rüden sogar bis zu 80 Zentimeter. Eine andere Bezeichnung für die Deutsche Dogge, die vor allem im Ausland gebräuchlich ist, lautet Großer Däne.

Der Rassestandard für die Deutsche Dogge besteht seit dem Jahr 1880, acht Jahre später wurde der Deutsche Doggen-Club ins Leben gerufen. Die Veröffentlichung des ersten Zuchtbuchs fand im Jahr 1897 statt. Von Fürst Bismarck wurde die Deutsche Dogge sogar zum Reichshund erklärt. Die Deutsche Dogge, wie sie heute bekannt ist, entstand aus einer Rasse, die für die Jagd von Hirschen und Wildschweinen vorgesehen war.

Der Kopf bzw. die Schnauze sind sehr lang gezogen, was einen großen und langen, kräftig zubeißenden Kiefer vermuten lässt. Die Nasenlöcher sind weit geöffnet, wodurch die Nase ein leicht stumpfes Aussehen erhält. Das glänzende Fell der Dogge ist kurz und dicht. Es liegt nah am Körper an. Als Fellfarben werden Gelb, Schwarz, Blau, Gestromt oder Schwarz-Weiß gefleckt akzeptiert. Bei den gefleckten Doggen ist der Ausdruck Harlekin geläufig, gestromte Doggen werden als Tiger bezeichnet. Durch die kurzen Haare ist nicht viel Pflege notwendig, gelegentliches Bürsten ist vollkommen ausreichend. Der Blick der Dogge ist freundlich und sanft, erweckt manchmal aber auch den Eindruck, als sei der Hund gerade zu allen erdenklichen Schandtaten bereit.

Obwohl die Deutsche Dogge so groß ist, dass sie allein aufgrund dieser Tatsache viele das Fürchten lehrt, hat sie ein ausgesprochen sanftes Wesen. Sie wird oft als sanfter Riese bezeichnet. Insgesamt ist diese Rasse sehr anhänglich und auch Fremden und besonders Kindern gegenüber freundlich. Allerdings müssen die Tiere bereits im Welpenalter eine gute Erziehung erfahren. Dann ist dieser Hund als Familienhund, der mit Kindern sehr rücksichtsvoll umgeht und ihnen stets ein guter und treuer Gefährte ist, ganz hervorragend geeignet.