Pudel

pudel
  • Größe: ca. 24 – 60 cm
  • Gewicht: 4 – 30 kg
  • Fellart: Lockiges und wolliges Fell
  • Fellfarben: Schwarz, Braun, Rot, Grau, Weiß, Orange
  • Herkunft: Frankreich
  • Lebenserwartung: 13  – 16 Jahre

Pudel – Charakter und Aussehen

Die Rasse der Pudel wurde ursprünglich erstmals in Frankreich gezüchtet. Heute gibt es verschiedene Pudelarten. So unterscheiden die Züchter in Großbritannien und Frankreich die drei Arten Kleinpudel, Zwergpudel und Toy Pudel. Diese kleineren Pudel wurden und werden vor allem in Frankreich als Begleithunde sehr geschätzt.

Außerdem haben sie ein großes Talent, kleinere Kunststücke zu erlernen, weshalb im Zirkus oft mit Pudeln gearbeitet wird. Beim Toy Pudel beträgt die Widerristhöhe weniger als 28 Zentimeter, der Zwergpudel liegt größenmäßig zwischen 28 und 35 Zentimetern. Am größten ist der Kleinpudel mit einer Widerristhöhe zwischen 35 und 45 Zentimetern.

In Deutschland wurde eine weitere Größe gezüchtet. Der Großpudel erreicht eine Höhe von 50 bis 60 Zentimetern. Beim Königspudel, dem größten unter den Großpudeln, kann die Schulterhöhe sogar 64 Zentimeter betragen.

Die Pudel haben alle dieselbe Abstammung, wurden aber entsprechend ihres Einsatzzwecks gezüchtet. So dienten die Großpudel als sogenannte Wasserhunde. Aber auch um Milchkarren zu ziehen wurden die Tiere eingesetzt. Bedingt durch diese Arbeit fiel die Rasse immer größer und kräftiger aus.

Aussehen und Merkmale

Das Pudel-typische Aussehen sollte jedem geläufig sein. Der leichte und federnde Gang ebenfalls sehr charakteristisch. Je nach Pudelart unterscheiden sich Größe und Gewicht verhältnismäßig stark voneinander. Die Rute bleibt in der Regel über dem Rücken oder aufrecht. Dunkle Augen und eine schwarze Nase sind ebenfalls typisch.

Das Aussehen eines Pudels sollte elegant sein, die Haltung voller Stolz. Der Kopf ist lang und schmal mit einem deutlich hervortretenden Gesicht. Das Deckhaar ist gelockt und sehr dicht. Trotz des bauschigen Aussehens haart der Pudel nicht.

Oft für Ausstellungszwecke wird der Pudel geschoren und zwar nach der üblichen Löwenschur. Das Fell ist gekräuselt und wollig. Samtig weich fühlt es sich an. Einen Jahreszeitenwechsel verfolgt das Fell nicht. Dennoch muss es regelmäßig gepflegt und geschoren werden.

Auch die Augenbrauen und der Bart bringen ein schnelles Wachstum mit. Verschiedene Farben von Schwarz und Weiß bis hin zu Aricot, Silber und Red kann das Fell zeigen. Zweifarbige Hunde werden nicht vollständig anerkannt.

Charakter, Wesen und Verhalten

Das Wesen und der Pudel Charakter machen ihn zu einem geeigneten Hund auch für ältere Menschen. Zudem ist bekannt, dass Pudel nicht haaren. Sie eignen sich also auch gut für Allergiker, die mit einer Hundehaarallergie zu kämpfen haben.

Die Lernfähigkeit gilt als überdurchschnittlich. Der Jagdtrieb ist bei ihm jedoch nur sehr gering ausgeprägt. Als Familienhund eignet er sich dafür umso besser. Er ist kinderlieb und sehr sanftmütig.

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Pudel: Haltung und Pflege

Während der Pudel zunächst als Jagdhund gezüchtet wurde, ist er wegen seines zwar temperamentvollen, aber dennoch ausgeglichenen und fröhlichen Wesens ein guter Begleiter für Einzelpersonen, Paare, aber auch für Familien. Gerade die kleineren Pudelarten wie der Zwerg- oder Toy-Pudel wurden als Schoß- und Begleithunde gezüchtet und nicht, um schwere Arbeiten zu verrichten.

Der Pudel ist stets gut gelaunt und einfach in der Pflege. Bei der Haltung muss dennoch auf viel frische Luft und Bewegung geachtet werden. In Sachen Futter und Hundeernährung gibt es keine speziellen Vorgaben.

Das dichte Fell bedarf sehr viel Pflege, damit es nicht verfilzt. Tägliches Bürsten oder sogar Kämmen ist oberstes Gebot. Zum Thema Fellpflege beim Pudel gibt es im Internet sehr viele Ratgeber und Anleitungen. Die richtige Vorgehensweise ist hier entscheidend.

Krankheiten beim Pudel

Ohrenentzündungen gehören zu den typischen Krankheiten, wenngleich der Pudel als nicht so anfällig wie andere Hundearten gilt. Auch Erbkrankheiten und Infektionen des Magen-Darm-Traktes sowie Allergien können nicht ausgeschlossen werden. Käufer sollten sich beim Züchter genauer informieren.