Hunde im Auto: Autofahren mit Hund im Kofferraum

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Lange Autofahrten können verschiedene Anlässe haben. Eine Reise zu den Großeltern in einer fernen Stadt, der anstehende Winter- oder Sommerurlaub oder auch ein Umzug in eine andere Region. Für Hundehalter sind einige dieser Fahrten eine echte Herausforderung, denn es geht unter anderem darum, was mit den vierbeinigen Mitbewohnern passiert.

Sind Familien in Deutschland bzw. mit dem Auto unterwegs, kommen die Vierbeiner einfach mit. In diesem Fall gelten einige Besonderheiten. Gerade wenn die Strecke etwas länger ist, haben Halter von Hunden wichtige Punkte im Hinterkopf zu behalten. Ansonsten kann es auf der Autobahn sehr schnell gefährlich werden. Doch welche Maßnahmen müssen getroffen werden, um dem Haustier die Reise so angenehm wie möglich zu machen?

Hunde im Auto als Reisebegleiter

Die ganze Familie freut sich auf die Ferien und kann es kaum erwarten endlich die Koffer zu packen. Für Tiere ist verreisen Stress pur. Schon die Hektik im Haushalt spüren die Vierbeiner. Dann die Box als große Unbekannte und das stundenlange Autofahren. Doch es gibt eine gute Nachricht: Grundsätzlich kommen Hunde mit den Autofahrten deutlich besser klar als viele anderen Tierarten.

Es ist jedoch wichtig, die vierbeinigen Freunde sicher unterzubringen und auf die Reaktionen des Hundes zu achten. Nur so wird die Autofahrt für den vierbeinigen Freund zu einer notwendigen aber aushaltbaren Angelegenheit.

Hunde im Kofferraum?

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Grundsätzlich gibt es in den Verkehrsregeln keine Hinweise, die explizit nur für den Transport von Tieren im Auto gelten. Aber: Allgemein wird deren Mitnahme in einem Kraftfahrzeug nach den Regelungen zur Ladungssicherung behandelt. Soll bedeuten: Ohne die Mitnahme in einem entsprechend gesicherten Rahmen drohen Bußgelder – bis hin zu Punkten in Flensburg.

 

Bei Hunden bedeutet das: Wird dieser ungesichert in einem Auto mitgenommen, droht ein Bußgeld in Höhe von 30 Euro. Sobald es zu einer Gefährdung kommt, erhöht sich nicht nur das Bußgeld, es kommen auch Punkte dazu. Ausschlaggebend für die Pflicht zur Ladungssicherung ist übrigens § 22 StVO. Wie sieht der richtige Transport aus?

Grundsätzlich läuft es an dieser Stelle auf Transportboxen hinaus. Deren Größe richtet sich nach dem Tier, also ob:

mitgeführt werden. Speziell Kleinsäuger wie Meerschweinchen lassen sich in handlichen Boxen im Auto transportieren. Wichtig ist die Sicherung der Transportbox gegen Verrutschen. Andernfalls kann diese zu einem Geschoss bei abruptem Abbremsen werden.

Bei Hunden ist dies zwar kein so großes Problem, jedoch benötigen auch diese eine stabile Sitzmöglichkeit. Es muss vermieden werden, dass Bello einfach im Fahrgastraum herumtollt und während der Fahrt zu einer echten Gefahr wird. Eine Unterbringung in einer Käfigbox im Kofferraum ist deshalb für größere Hunderassen unerlässlich. Kleinere Hunde können auch auf der Rücksitzbank in einer Transportbox mitgeführt werden.

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Wenn Hunde verreisen: Autofahren mit Hund

Aufgrund ihrer Größe – und damit der Kraft – sind Hunde fürs Verreisen ein Sonderfall. Einfache Transportboxen für den Kofferraum sind hier schnell unzureichend. Es muss schon etwas stabiler sein. Hersteller haben in den letzten Jahren spezielle Transportkäfige für den Kofferraum entwickelt. Diese sind ausreichend stabil und sorgen dafür, dass auch ein nervöser Hund nicht zur Gefahr werden kann.

Achtung: Egal, für welche Variante sich Halter am Ende entscheiden, eine Verankerung der Transportmöglichkeit ist eigentlich immer Pflicht.

Klima und Versorgung

Sobald Tiere wie Hunde im Auto mitgenommen werden, muss es auch um deren Wohlbefinden gehen. Generell ist das Ganze ein zweischneidiges Schwert. Wie die Tiere behandelt werden, hängt sehr stark von individuellen Rahmenbedingungen ab.

Während der Fahrt sind:

  1. Temperatur
  2. Flüssigkeitshaushalt

besonders viel Aufmerksamkeit zu schenken. Beide Aspekte hängen direkt miteinander zusammen. Wird es im Auto sehr warm, brauchen Tiere – wie der Mensch – automatisch mehr Flüssigkeit und auch zusätzliche Pausen.

Allerdings sollte es nicht zu viel zu trinken geben. Gerade beim Hund wird es sonst schwierig, das Wasser abzuschlagen. Tipp: Reagieren Hunde auf das Autofahren nervös, hilft es diese noch einmal Gassi gehen zu lassen bevor die Reise losgeht. Für das Klima im Wagen ist es zudem hilfreich, wenn die Fahrt auf die kühleren Abend- oder Morgenstunden gelegt wird.

Ein sehr wichtiger Punkt betrifft das Thema Futter. Hunde vertragen das Ganze zwar recht gut, aber trotzdem gibt es Ausnahmen. Die Reiseübelkeit ist also ein durchaus nicht unbekanntes Phänomen. Wie gehen deren Halter damit um? Die Tierrechtsorganisation PETA empfiehlt vor der Reise nicht noch einmal zu füttern. Gegen die Reiseübelkeit weiß der Tierarzt zudem sicher den einen oder anderen Trick.

Achtung: Wer im Sommer mit dem vierbeinigen Haustier unterwegs ist, darf das Tier nicht einfach im Auto sich selbst überlassen. Letztlich droht den Tieren das gleiche Schicksal wie Kindern, die bei 30°C im Auto sitzen müssen – es droht ein Kreislaufkollaps. Und um Gefahr abzuwenden, dürfen Retter am Ende sogar die Scheibe des Autos einschlagen.

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Regelmäßige Pausen sind für Hunde wichtig

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Endlich am Reiseziel ankommen! Mit diesem Gedanken im Hinterkopf wird aufs Gas getreten und der eine oder andere Rastplatz schon einmal ignoriert. Haustiere – besonders Hunde – brauchen aber regelmäßige Pausen. Und diese sollten Halter ihren Vierbeinern auch gönnen.

Wenn Kinder im Vorschul-/Grundschulalter mit unterwegs sind, ergeben sich die Zwischenstopps oft schon von allein. Wer nur mit Hund unterwegs ist, kalkuliert die Pausen am besten schon während der Reiseplanung ein. Inzwischen sind viele Rastplätze in Deutschland und dem europäischen Ausland auch auf die Bedürfnisse der Vierbeiner eingestellt.

Geht der Vierbeiner Gassi, braucht es natürlich die Kotsammeltüte. Tipp: Damit Tier auf den ersten Kilometern etwas länger durchhalten, können Halter zu einem Trick greifen. Einfach den Hund vor Reiseantritt noch einmal richtig auspowern, damit dieser nach dem Platznehmen in seiner Box erst einmal entspannt schläft.

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Tipps zur Reisevorbereitung

Transportbox, Pausen und Flüssigkeit – wichtige Tipps, um mit Vierbeinern am Ziel anzukommen. Clevere und erfahrene Halter beginnen mit den Vorbereitungen auf die Reise schon sehr viel früher. Geht es ins Ausland, muss in jedem Fall berücksichtigt werden, welche veterinärmedizinischen Regeln gelten.

Soll bedeuten: Halter müssen sich mit dem Thema Heimtierausweis auseinandersetzen. Und auch in Bezug auf die „Reisefähigkeit“ lässt sich mit ein wenig Vorbereitung viel erreichen. Wer seinen Hund bereits als Jungtier aufzieht, sollte das Tier bereits früh an die Box und das Auto gewöhnen. Auf diese Weise tut sich das erwachsene Tier mit einem Urlaubstrip wesentlich leichter und verkraftet das Ganze entspannter.

Tipps fürs Verreisen mit Haustier im Überblick:

  • Boxentraining
  • Impfstatus/Gesundheitscheck
  • Heimtierausweis

Fazit: Mit diesen Tipps als Haustierhalter verreisen

Urlaub oder andere wichtige Reisen – gerade Hundehalter nehmen ihre Tiere in vielen Fällen mit. Vor Ort ist das Ganze oft kein Problem mehr. Viele Hotels und Pensionen sind auf Vierbeiner eingestellt. Eine große Hürde ist nach wie vor die Reise selbst. Haushalte, die Problemen aus dem Weg gehen wollen, müssen in der Vorbereitung auch an ihre Vierbeiner denken.

Dies betrifft auf der einen Seite die Frage nach der richtigen Transportbox. Auf der anderen Seite geht es darum, mit dem Tier auf der Fahrt richtig umzugehen. Gerade Hunde brauchen immer wieder Pausen. Und es ist darauf zu achten, dass Haustiere mit ausreichend Flüssigkeit versorgt sind.