Katzenstreu

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Zwei Hauptarten von Katzenstreu lassen sich unterscheiden: Zum einen Streu, welche aus pflanzlichen Stoffen besteht, und zum anderen Streu, die aus mineralischen Stoffen hergestellt wurde. Letztere basieren zumeist auf Bentonit oder Sepiolith, erstere hingegen auf Heu, Papier und somit Holzfasern oder anderen Pflanzenbestandteilen.

Klumpstreu und nicht klumpendes Streu

Sowohl Streu auf pflanzlicher als auch auf mineralischer Basis können nicht-klumpend als auch klumpend sein. Bei mineralischer Streu wird die Klumpenbildung durch das Vorhandensein von wasserlöslichen Bestandteilen hervorgerufen.

Teile der einzelnen, winzigen Streukügelchen lösen sich beim Kontakt mit einer Flüssigkeit auf und sorgen somit dafür, dass sich die restlichen Bestandteile aneinander binden. Bei pflanzlicher Streu sind natürliche Quellstoffe enthalten, wie sie zum Beispiel aus Bohnen gewonnen werden können. Diese können ebenfalls für eine Bindung sorgen.

Katzenstreu Arten: Mineralisches Streu

Eine weitere Katzenstreuvariante, die mineralischer Streu ähnelt, ist das Silikatstreu. Es besteht aus Mischungen von unterschiedlichen Zeolithmaterialien und kann durch die poröse Struktur dieser Stoffe Flüssigkeiten und Gerüche gut einschließen.

Seit einiger Zeit gibt es zudem spezielle Katzenstreupacks auf dem Markt. Bei diesen kommt zwar auch gewöhnliche mineralische Streu oder Silikatstreu zum Einsatz, zusätzlich aber auch noch eine Einlage, die aus einem saugstarken Vliesmaterial besteht. Dieses soll vor allem davor schützen, dass Teile der Katzenstreu sich durch die Flüssigkeitsaufnahme zum Beispiel am Boden der Katzentoilette festsetzen.

Mineralische Streu gibt es in klumpender und in nicht-klumpender Form. Bei der nicht-klumpenden Streu speichern die einzelnen kleinen Bestandteile zwar Flüssigkeiten und schließen auch Gerüche ein, sie verschmelzen aber nicht zu einem großen Klumpen, wie es beim Klumpstreu der Fall ist.

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Mineralisches Katzenstreu als Alternative

Hier muss die Befüllung der Katzentoilette dementsprechend öfters komplett ausgetauscht und erneuert werden als bei klumpender Streu, bei der man nur die einzelnen zusammenhaftenden Bestandteile entnehmen kann.

Mineralstreu klumpend

Klumpende mineralische Streu ist somit ergiebiger und praktischer in der Handhabung. Zudem kann es bei nicht klumpender Streu schneller zu einem Flüssigkeitsstau kommen, der die Benutzung der Toilette für die Katze unangenehm macht.

  • Mineralisches Katzenstreu kann zudem je nach Hersteller und Produkt beim Befüllen der Katzentoilette stauben.
  • Dieser Staub ist nicht nur ein Ärgernis, welches den Einsatz von Wischlappen erforderlich machen kann, sondern kann auch empfindlichen Augen von Halter oder Katze schaden.
  • Die Hersteller haben die Staubbildung aber bereits reduziert und bemühen sich weiter, diese Nebenwirkung zu vermeiden.

Nachteile

Ein klarer Nachteil der mineralischen Streu gegenüber natürlicher Streu auf Pflanzenbasis – egal ob klumpend oder nicht – ist, dass es ein vielfaches mehr wiegt. Wie in vielen Fällen sind aber auch hier Großpackungen günstiger zu erstehen, sodass man sich – gerade wenn man nicht das Glück hat in der Erdetage zu wohnen – ganz schön abschleppen muss.

Katzen Klumpstreu

Klumpstreu besteht zumeist aus Bentonit, einem Tonmaterial. Kommt dieser Stoff mit einer Flüssigkeit in Berührung, bildet er große Klumpen, welche trocknen und verhärten. Diese Klumpen lassen sich dann einfach aus der Katzentoilette mit Hilfe eines gelöcherten Schäufelchens entfernen. Das Bild oben zeigt hochwertiges Klumpstreu von Diamond Care.

Katzen Klumpstreu: Verschmutzungen einfacher entfernen?

Die Schäufelchen sind gelöchert, damit überflüssige Streu, welches beim Entnehmen der Klümpchen aus Versehen mit aufgenommen wird, herunter geschüttelt werden kann und somit im Katzenklo verbleiben kann. Dieses garantiert einen sparsamen Verbrauch: Nur die Streu muss entnommen werden, das tatsächlich verschmutzt ist.

Dennoch von Zeit zu Zeit – zumeist bei einer Katze nach drei bis fünf Tagen – ist auch hier ein Komplettaustausch der Streu notwendig. Die Geruchsbildung ist bei Klumpstreu gemildert, da die Flüssigkeiten und auch feste Bestandteile der Hinterlassenschaften von dieser Streu umschlossen werden.

Streuwechsel und kleine Katzen

Vorsicht ist allerdings im folgenden Spezialfall geboten: Klumpstreu ist nicht für ganz kleine Katzen geeignet, die erst noch an die Streu und die Katzentoilette gewöhnt werden müssen. Sie können durch ihre Neugierigkeit und Unerfahrenheit leicht in Versuchung geraten, dass Streu einmal auf seinen Geschmack hin testen zu wollen.

Verschluckt ein Kätzchen dabei etwas von der Streu, verklumpt dieses im Magen und kann zu schwerwiegenden Folgen führen. Auch darf Klumpstreu auf gar keinen Fall in der Toilette heruntergespült werden. Dieses würde zu hartnäckigen Verstopfungen der Rohre führen.

  • Beim Streu Wechseln kann man mit Klumpstreu aber generell anders umgehen, als bei nicht-klumpendem Streu.
  • Klumpstreu muss in der Regel zwar täglich von den Klumpen entfernt werden, oft muss man es aber nicht ganz so häufig komplett austauschen, da man immer neues Streu nachfüllt.
  • Die Entsorgung erfolgt im Restmüll.

klumpstreu

 

Nachteile von Klumpstreu

Ein Nachteil der Klumpstreu ist, dass es je nach Hersteller beim Befüllen der Toilette stauben kann. Dieses ist nicht nur für den Tierhalter unangenehm, sondern kann auch die Augen des Tieres reizen.

Außerdem wird das Klumpstreu nach einer gewissen Zeit sehr hart, wenn man es nicht vollständig entfernt. Die Katzenstreuschaufel kann so brechen und das Streu lässt sich zudem schwieriger entfernen, da es sich regelmäßig mit Urin vollsaugt. Jeder muss also für sich herausfinden, mit welchem Streu er am besten arbeiten kann.

Silikatstreu für Katzen

Silikatstreu besteht aus einer Mischung von unterschiedlichen Zeolithmaterialien. Dabei werden Gerüche und große Mengen von Flüssigkeit eingeschlossen, da jeder Krümel der Streu viele einzelne Hohlräume aufweist.

Die Flüssigkeit aus dem Urin soll dabei nach einiger Zeit verdunsten, sodass nur noch die Reststoffe im Streu überbleiben und es erneut Flüssigkeit aufnehmen kann. Dieses funktioniert zumeist aber nur dann, wenn man die Streu öfters einmal umwälzt. Ansonsten können sich auch schon mal kleinere Pfützen bilden.

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Vorteile von Katzen Silikatstreu

Die Angaben, welche die Hersteller in Bezug darauf machen, wann die Streu komplett ausgetauscht werden muss, sind dabei oft zu hoch gegriffen. Auch hier gilt also, den Zustand der Streu im Auge zu behalten und es sofort zu wechseln, falls es keinen aufnahmebereiten Eindruck mehr macht, was auch am Geruch zu erkennen ist.

Die kleinen Partikel können dabei eine abgerundete kugelige Form haben oder eine etwas größere ungeschliffene. Die abgerundete Form ist mit Sicherheit für die weichen Katzenpfoten angenehmer.

Allerdings lassen sich diese kleinen Kügelchen auch ideal als Spielzeug benutzen, da sie so wunderbar auf den Badezimmerfließen oder dem Laminatboden herumkullern – dies finden zumindest manche Katzen. Die Halter sind zumeist nicht so sehr darüber erfreut, wenn sie ständig der Katze hinterher saugen dürfen.

Natürliches Katzenstreu aus Naturfasern

Was liegt näher als Tieren Produkte aus natürlichen Stoffen anzubieten? Hier kann man sich sicher sein, dass keine chemischen Zusatzstoffe, einen negativen Einfluss auf die Gesundheit und das Wohlbefinden der Tiere haben können.

Vorteile von natürlichem Streu als Alternative

Natürliche Streu ist zu 100 Prozent biologisch abbaubar und besteht aus Holzfasern, Stroh, Altpapierfasern oder sonstigen pflanzlichen Bestandteilen. Diese umweltschonende Variante gibt es in klumpender und nicht klumpender Form.

Das Klumpen wird hierbei allerdings auch zumeist durch den Zusatz natürlicher Bindemittel, wie sie zum Beispiel aus Bohnen gewonnen werden können, erreicht. Chemische Zusatzstoffe sind bei den Herstellern, die sich auf die ökologische Streuvariante spezialisiert haben, tabu.

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Pflanzliche Streu

Pflanzliche Streu ist um ein vielfaches leichter als Streu aus mineralischen Stoffen und erleichtert somit den Transport auch von größeren Vorratsmengen.

  • Ein Nachteil von natürlicher Streu kann sein, dass Gerüche nicht so perfekt gebunden werden können, wie bei anderer Streu.
  • Hier gilt es aber unterschiedliche Produkte von verschiedenen Hersteller auszuprobieren und zu überlegen, wie viel Geruchsentwicklung man für die umweltschonende Variante in kauf nehmen will.

Biologisch abbaubar?

Auch wenn alle Bestandteile der Streu genauso wie ja auch die Hinterlassenschaften der Katzen biologisch abbaubar sind, sollte man nicht auf die Idee kommen, den Inhalt des Katzenklos auf den eigenen Komposthaufen zu geben.

Hier bestünde die Gefahr, das Toxoplasmen und Bakterien in den Garten gelangen und sich auf andere freilaufende Katzen übertragen. Diese wiederum können durch ihren Urin und durch ihre Exkremente Gemüsebeete mit Toxoplasmen kontaminieren, sodass am Ende der Reihe der Mensch, der ungewaschenes Gemüse aus seinem Garten isst, infiziert werden könnte.

Katzenstreuzubehör

Da die Hygiene bei der Katzenhaltung eine große Rolle spielt, gibt es ein großes Sortiment an unterschiedlichen Katzenstreu- und Katzentoilettenzubehör. Dabei dreht sich zum einen alles um den Punkt Reinigung und zum anderen um den Punkt Verhinderung von Geruchsbildung.

Zubehör für das Katzenklo

In puncto Reinigung werden unterschiedliche Schäufelchen angeboten, mit denen sich die verbrauchte Streu aus der Katzentoilette entfernen lässt. Zudem kann auch in Tierfachgeschäften bereits Handschuhe und Desinfektionsmittel erstehen. Braucht man diese beiden Utensilien aber überhaupt? Im Normalfall muss man diese Frage wohl eher mit nein beantworten.

Es reicht vollkommen aus, wenn das Katzenklo mit Wasser und etwas milden geruchsneutralen Reiniger ausgewaschen wird und man sich selbst nach der Leerung und Reinigung die Hände gründlich mit Seife wäscht. Ausnahmen bestätigen aber auch hier die Regel: Schwangere, die eine Katzentoilette selbst reinigen müssen, sollten dabei Handschuhe tragen, um sich vor einer möglichen Infektion mit Toxoplasmose zu schützen.

Auch Desinfektionsmittel können hier angewendet werden. Dieses empfiehlt sich auch, wenn man weiß, dass das Tier zum Beispiel an Würmern erkrankt ist bzw. gerade gegen diese behandelt wird.

Verhinderung von Geruchsbildung

Im Zusammenhang mit der Verhinderung von Geruchsbildung gibt auf den Markt zwei unterschiedliche Produkttypen: Geruchsbinder und Deodorants für die Katzentoilette. Mehr Informationen zu diesen Produkten können sie in dem Menüpunkt finden, der sich mit dieser Thematik auseinandersetzt.

Weiter gibt es bereits einige Serviceleistungen rund um das Katzenklo. Dabei bieten Katzenstreuhersteller oder private Dienstleister an, zu entsorgende Katzenstreu abzuholen und die Toiletten mit neuen Füllungen zu versehen.

Dieses erspart dem Katzenbesitzer das Schleppen von schweren Katzenstreusäcken und beugt Problemen der Entsorgung großer Streumengen, wie sie bei der Haltung von mehreren Tieren oder Katzenzuchten anfallen, vor.  Es könnte sich also lohnen, zu überprüfen, ob in der eigenen Region eine solche Dienstleistung angeboten wird.

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