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Katzen und ihr Jagdtrieb

Der Jagdtrieb gehört bei den Katzen zu den Urinstinkten. Und obwohl die wenigsten Katzen heute noch darauf angewiesen sind, sich ihr Futter in der freien Natur zu suchen, lässt er sich weder abtrainieren noch gerät er in Vergessenheit. Der Drang, Beute zu machen, ist im Wesen einer Katze fest verankert. Er ist bei frei lebenden Katzen ebenso ausgeprägt wie bei Tieren, die ausschließlich in der Wohnung gehalten werden.

Bei Wohnungskatzen beschränken sich die gelegentlichen Jagdfreuden allerdings auf Fliegen oder Motten. Katzen mit Freilauf bringen ihren Menschen öfter einmal ein Beutetier mit nach Hause. Während die meisten Menschen sich über Mäusegeschenke freuen (sofern sie nicht noch halb lebendig sind und auf Nimmerwiedersehen unterm Wohnzimmerschrank verschwinden) und die Katze ausgiebig loben, hört bei den Vögeln der Spaß auf. Da hilft es auch nicht zu wissen, dass die Vögel, die von Katzen erwischt werden, meistens alt oder krank waren. Die meisten Katzenhalter mögen auch Vögel und sind keineswegs erfreut, wenn der Stubentiger gefiederte Beute anschleppt.

Statistiken zufolge tötet eine Katze im Jahr zwar durchschnittlich nur einen Singvogel, was sich erst einmal nicht viel anhört. Hochgerechnet auf die Millionen freilaufender und wild lebender Katzen macht das aber eine Zahl in zweistelliger Millionenhöhe aus und das ist doch beträchtlich. Bei den Berechnungen fließen die vielen wild lebenden Katzen noch nicht einmal mit ein, so dass von einer noch weit höheren Zahl ausgegangen werden muss. Somit nimmt die Katze einen Spitzenplatz ein, was die Tötung von Singvögeln betrifft.

Da sich der Jagdtrieb nicht umgehen lässt, müssen anderen Lösungen gefunden werden, die der Katze das „Vögeln“ erschweren. Also, was tun? Der sicherste Schutz für die Vögel wäre natürlich, die Katzen im Haus zu lassen. Aber das wäre der Katze gegenüber ziemlich unfair. Also müssen im Garten gewisse Schutzmaßnahmen ergriffen werden, die Katzen und Vögeln eine einigermaßen friedliche Koexistenz ermöglichen.

Spezielle Drahtringe, an den Bäumen im Garten angebracht, verhindern, das die Katze auf den Baum klettern kann und schützen so dort befindliche Nistkästen und Futterstellen. Wer den Vögeln im Garten ein Zuhause geben möchte, sollte diese Plätze möglichst hoch anbringen, unerreichbar für die Katze. Sinnvoll ist auch, der Katze ein Glöckchen an das Halsband zu hängen. Obwohl Katzen Meister im Anschleichen sind, fällt das lautlose Heranpirschen mit einem solchen Glöckchen doch wesentlich schwerer. So besteht die Chance, dass die Samtpfote rechtzeitig von den anvisierten Vögeln bemerkt wird und diese sich in Sicherheit bringen können.