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Rassekatzen

Im Allgemeinen wählen Katzen ihren Sexualpartner frei, deswegen kommt es häufig zur Durchmischung einzelner Rassen. Die planmäßige Züchtung nach Rassen begann man erst vor ca. 140 Jahren. Mitunter wurden dabei auch Hauskatzen mit Wildkatzen gekreuzt. Aus diesen Kreuzungen entstanden Rassen wie die Bengal-Katze, denen man ihre Herkunft z. B. aufgrund ihrer enormen Sprungkraft noch anmerkt. Andere Rassen bildeten ihre Merkmale durch einen Gendefekt aus. So hat die Manx-Katze keinen Schwanz, die Rexkatze ein ausgeprägtes Lockenfell und die Sphynx-Katze überhaupt kein Fell.

Insgesamt variieren die Katzenrassen weit weniger stark in ihrem Aussehen als zum Beispiel Hunde. Denn Hunde wurden oft für einen bestimmten Zweck gezüchtet, so z. B. zur Jagd oder zum Hüten von Schafen. Schoßhunde mussten dagegen einfach nur gut aussehen. Katzen ließen sich aber nicht so weit domestizieren, dass sie bestimmte Aufgaben für den Menschen erfüllen. Die Züchtung orientiert sich deshalb auch hauptsächlich auf ihr Aussehen.

Bei den Rassekatzen unterscheidet man grob zwischen Kurzhaarkatzen und Langhaarkatzen. Daneben gibt es aber auch eine Vielzahl extremer Züchtungen, die nicht in diese Klassifikation passen. Kurzhaarrassen entstammen hauptsächlich der Linie der Europäischen Hauskatze sowie der Linie der asiatischen Kurzhaarrassen. Die Europäische Hauskatze ist ein direkter Nachfahre der in Ägypten domestizierten Falbkatze und nicht der Europäischen Wildkatze – wie oft fälschlich angenommen. Wie die Falbkatze hat auch die Europäischen Hauskatze vergleichsweise lange Beine, ein dichtes Fell und einen kräftigen, spitz zulaufenden Schwanz.

Langhaarkatzen gehen auf die Türkischen Katzen zurück. Sie sind seit dem 16. Jahrhundert bekannt, wurden jedoch erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts nach Europa importiert. Nicht allein durch ihre Felllänge unterscheiden sie sich deutlich von den Europäischen Hauskatzen. Ihr Gesicht wirkt breiter, ihr Körper ist in der Regel größer. Im Gegensatz zur Europäischen Hauskatze brauchen sie eine tägliche Pflege ihres Fells, damit es nicht verfilzt. Die älteste Langhaarkatze ist vermutlich die Angorakatze.

Heute gibt es neben den Kurz- und Langhaarkatzen auch Mischformen, wie etwa die Halblanghaarkatzen. Extreme Züchtungen haben jedoch auch zu Missbildungen geführt. Häufig müssen ungewöhnliche Züchtungen mit Problemen wie Taubheit kämpfen.