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Siam

Die Siamkatze gehört wohl zu den bekanntesten Rassekatzen überhaupt. Zu diesem Bekanntheitsgrad haben nicht zuletzt verschiedene Legenden beigetragen: So galt die Siamkatze in ihrer Heimat Thailand als besonders edle Katze, die nur in den Königspalästen gehalten wurde, wo sie wertvolle Schätze bewacht haben soll. Das typische Schielen der Siamkatze wurde damit erklärt, dass sie nur mit einem Auge schlief, um mit dem anderen noch einen Überblick über die Schätze zu haben.

Tatsächlich handelt es sich beim Schielen, um einen Fehler, der durch Mutation aufgetreten ist. Daneben kommt es auch häufig zu anderen Missbildungen wie beispielsweise den berühmten geknickten Schwanz. Besonders schwerwiegende Missbildungen zeigen sich mitunter auch im Bereich des Rachens (Wolfsrachen), des Herzens (Kardiomyopathie), der Augen (Entropium) oder der Leber (Amyloidose). Gleichgewichtsstörungen oder gar Taubheit sind auch keine Seltenheit. Nach den Rassestandards dürfen Siamkatzen aber solche Fehlbildungen nicht mehr aufweisen.

Siamkatzen sind nicht für Anfänger geeignet. Nur erfahrene Katzenhalter kommen in der Regel mit diesen empfindlichen, doch hochintelligenten Tieren zurecht. Zudem neigen die Siamkatzen auch zur Dominanz. Beliebt sind sie jedoch aufgrund ihres temperamentvollen und geselligen Charakters. Sie können mitunter die Anhänglichkeit von Hunden haben.

Die Pflege des Felles erfordert allerdings nur wenig Mühe, da es nicht sehr lang ist. Kurz nach der Geburt hat ihr Fell noch eine gänzlich weiße Farbe, die typischen Points – also dunklere Einfärbungen im Bereich der Ohren, des Gesichts, der Beine und des Schwanzes – entwickeln sie erst nach etwa vier Wochen. Diese Points entstehen nur an Stellen, die kühler sind. Dies liegt an einem Melanin-Mangel, die Produktion der Pigmentstoffe ist jedoch von der Temperatur abhängig. Siamkatzen, die ausschließlich weiß sind, stellen eine Besonderheit dar. Sie werden in Fachkreisen auch Foreign White genannt.