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Schneeleopard

Kaum eine Großkatze ist so wenig erforscht wie der Schneeleopard. Das liegt an dem schwer zugänglichen Lebensraum des Schneeleoparden: Er hält sich meist im felsigen Hochgebirge, aber auch bisweilen in Nadelwäldern und im Buschland Zentralasiens auf. Die heißen Tage des Sommers verbringt er weit oberhalb der Baumgrenze. Manchmal erklimmt er sogar Höhen von bis zu 6.000 Metern.

Leider gehört der Schneeleopard zu den Tieren, die häufig gejagt werden. Die Jagd ist zwar illegal, bringt jedoch viel Geld ein. In der traditionellen chinesischen Medizin sind überdies die Knochen des Schneeleoparden sehr beliebt. Laut IUCN gehört der Schneeleopard zu den gefährdeten Arten.

Der Schneeleopard trägt ganz verschiedene Namen: In Russland und der Mongolei nennt man ihn Irbis, in Tibet Sah und in Nepal Heung chitawa. Auch die Forscher waren sich zunächst über den wissenschaftlichen Namen nicht einig, denn zunächst war nicht klar, ob man den Schneeleoparden überhaupt zur Gattung der Großkatzen zählen darf. Ein Kennzeichen, das dagegen sprach, war die Art der Nahrungsaufnahme: Wie eine Kleinkatze frisst er im Hocken, während Großkatzen immer im Liegen ihre Nahrung zu sich nehmen. Dennoch einigten sich die Forscher schließlich auf den Namen „Panthera uncia“, der den Schneeleoparden den Großkatzen zuordnet.

Schneeleoparden haben gewöhnlich ein weißes bzw. cremefarbenes Fell. Dieses ist sehr dick und schützt sie vor der Kälte. Der meist in der Dämmerung aktive Schneeleopard jagt Hasen Steinböcke, Ziegen, Moschustiere, Murmeltiere oder Wildschafe. In tieferen Gebirgsregionen fällt er auch Wildschweine, Gazellen und Hirsche an. Steht ihm weniger Nahrung zur Verfügung, erbeutet er auch Mäuse und Vögel.