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Kleinkatzen

In der klassischen Systematik unterscheidet man zwischen Großkatzen, Geparden und Kleinkatzen. Diese Einteilung hat jedoch wenig mit der Größe der Tiere zu tun. Obwohl die Mehrzahl der Großkatzen sehr groß sein können, gibt es auch unter den Kleinkatzen große Exemplare, so zum Beispiel den Puma, der eine Schulterhöhe von 70 cm und ein Gewicht von 100 kg erreichen kann. Damit ist der Puma größer als beispielsweise ein Nebelparder, der mit einer Schulterhöhe von rund 50 cm und einem Gewicht von maximal 23 kg trotzdem zu den Großkatzen gehört. Was sind also die Charakteristika der Kleinkatzen?

Kleinkatzen nehmen in der Regel einen andere Ruhehaltung als Großkatzen ein. Während Großkatzen ihre Pfoten ausstrecken und der Schwanz gerade nach hinten verläuft, stecken Kleinkatzen häufig ihre Vorderpfoten unter die Brust, außerdem legen sie ihren Schwanz um ihren Körper. Auch bei der Pupillenform zeigen sich Unterschiede: Bei Tageslicht werden die Pupillen der Kleinkatzen schlitzförmig, die Pupillen der Großkatzen sind dagegen rund. Das entscheidende, wenn auch nicht sichtbare Merkmal, ist das Zungenbein. Das Zungenbein der Großkatzen ist äußerst elastisch. Dadurch und durch besonders lange Stimmlippen können viele Großkatzen brüllen. Ausgeschlossen davon sind jedoch die Nebelparder und Schneeleoparden: Auch mit entsprechendem Zungenbein können sie nicht brüllen.

Kleinkatzen sind sehr weit verbreitet, man findet sie fast überall auf der Welt – nur in der Arktis, in der Antarktis, in Australien, auf Madagaskar und auf den Antillen leben keine Katzen.