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Karakal

Der Karakal ist beinahe mit einem Luchs zu verwechseln: Die langen, gepinselten, zugespitzten Ohren machen hauptsächlich diese Ähnlichkeit aus. Doch während der Luchs hauptsächlich weite Gebiete Nordamerikas und Zentralasiens bewohnt, findet man den Karakal in den Trockenwäldern, Steppen und Halbwüsten Afrikas sowie im vorderasiatischen Bereich bis nach Indien. Der Karakal bevorzugte trockene Regionen, dennoch findet man ihn nicht in der Sahara.

Der Karakal ist eine mittelgroße Katze, die eine Schulterhöhe von rund 49 bis 45 cm aufweist. Deutlich erkennbar ist der Karakal durch seine sehr langen Hinterbeine. Diese sind sehr kräftig, wodurch er aus dem Stand einen Sprung von drei Metern machen kann.

Der Karakal jagt zumeist Hasen und Nagetiere in der Nacht. Er gilt als ein schneller Sprinter. Seine Beute überrascht er, indem er sich leise an sie heranschleicht, sich überfallartig auf sie wirft und mit seinen scharfen Reiszähnen zubeißt. Auch seine starken Vorderpfoten mit ihren Krallen, die so scharf wie Messer sind, machen den Karakal zu einem überaus erfolgreichen Jäger.

Der Karakal verfügt über bemerkenswert gute Augen, die ihm sogar die Jagd bei Nacht ermöglichen. Insbesondere die großen Pupillen, die den Einfall von möglichst viel Restlicht gewährleisten, begünstigen die nächtliche Jagd. Ein besonderes Gewebe, das sich direkt hinter der Netzhaut befindet, reflektiert die Lichtstrahlen im Auge und erhöht zusätzlich die Nachtsichtschärfe.