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Rohrkatze

Die Rohrkatze erinnert durch leichte Büschel an ihren Ohren ansatzweise an einen Luchs, weshalb man ihr auch einen entsprechenden Beinamen gegeben hat: Sumpfluchs. Doch Rohrkatzen sind wesentlich kleiner als Luchse: Sei erreichen nur eine Schulterhöhe von 35 bis 38 cm. Rohrkatzen sind darüber hinaus an ihren langen Beinen und an ihren verhältnismäßig kurzen Schwänzen zu erkennen. Ihr Fell hat eine einheitlich beige Farbe, Zeichnungen – seien es Streifen oder Flecken – findet man kaum auf ihrem Fell. Nur der Schwanz zeigt ein deutliches Streifenmuster. Eine melanisierte Form der Rohrkatze findet man in Pakistan und Indien; diese melanisierten Katzen verfügen über ein schwarzes Fell.

Rohrkatzen sind im asiatischen Raum weit verbreitet. Sie leben auf Sri Lanka, in Indien, in Sinkiang, Indochina und auch am Wolga-Delta. Auch in Nordafrika sind sie bekannt, einzelne Exemplare leben beispielsweise im unteren Niltal. Wie ihr Beiname Sumpfluchs andeutet, hält die Rohrkatze sich überwiegend in Feuchtgebieten wie Sümpfen, Auenwäldern, im Dickicht von Ufern und auf Feuchtwiesen auf. Mitunter findet man sie auch in trockeneren Gebieten, doch auch dann bevorzugen sie die Nähe von Gewässern.

Im Gegensatz zu vielen anderen Katzen ist die Rohrkatze überwiegend am Tag aktiv. Trotzdem sieht man sie selten, da es sich um sehr scheue Tiere handelt, die sich im Unterholz verbergen. Katzentypisch ist allerdings ihre einzelgängerische Lebensweise. Ein Art Familienverband bildet sich nur zwischen dem Weibchen und ihren Jungen, die Männchen kümmern sich jedoch nicht um deren Aufzucht.