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Rostkatze

Die Rostkatze hat ihren Namen durch die Färbung ihres Fells erhalten: Dieses ist meist rostbraun. Sie lebt im Süden Indiens und auf Sri Lanka. Die dichte tropische Regenwälder Indiens meidet sie jedoch. Viel eher findet man sie dort im Grasland und im Trockenbusch. Auf Sri Lanka zeigt sie jedoch merkwürdigerweise eine andere Verhaltensweise: Dort hält sie sich vorwiegend in den dichten Regenwäldern auf, die sich in der südlichen Bergregion befinden. Im Norden Sri Lankas dagegen, wo es hauptsächlich nur trockene Gebiete gibt, sucht man sie vergeblich. Verursacht wird diese merkwürdige Zwiespältigkeit wahrscheinlich durch das vermehrte Auftreten der Bengalkatze im Süden Indiens, mit der die Rostkatze allerdings eng verwandt ist. Die Bengalkatze, die hauptsächlich den Regenwald bevorzugt, hat die Rohrkatze vermutlich aus ihrem Lebensraum verdrängt.

Rostkatzen sind äußerst klein. Kopf und Rumpf umfassen eine Länge von gerademal 40 cm. Ihr Schwanz erreicht eine Maximallänge von 20 cm. Rostkatzen jagen in der Nacht nach Insekten, Vögeln, Eidechsen und kleinen Säugern.

Rostkatzen haben die Angewohnheit, ihre Krallen an Bäumen zu wetzen. Dies dient jedoch nicht dazu, die Krallen scharf zu halten, sondern allein der Reviermarkierung. Denn zusätzlich zu den Kratzspuren hinterlässt die Rostkatze dort auch deutliche Duftmarken. Abgegeben werden die Geruchsstoffe zum Teil über Urin und Kot, aber auch über die Pfoten. An ihren Ballen befinden sich dafür spezielle Schweißdrüsen.