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Katzengeschirr und Katzenleine

Katzenhalsbänder können einen dreifachen Sinn erfüllen: So kann an ihnen erstens, wenn das Tier nicht tätowiert oder gechipt ist, ein Adressanhänger befestigt werden, der im Falle des Falles den Findern eines entlaufenden Tieres helfen kann, es einem Besitzer zuzuordnen und es zu diesem zurückzubringen. Zum zweiten kann an einem Halsband auch ein Glöckchen befestigt werden. Dieses erschwert die Jagd auf Singvögel und hilft somit diese vor den Krallen und dem scharfen Gebiss der Katze zu retten. Zudem kann ein Glöckchen auch ein gutes Hilfsmittel sein, wenn die Katze sich mal wieder im Garten in einen Busch verschanzt und man sie sucht und sucht. Das feine Signal des Glöckchens kann dann bei der Lokalisierung des Ausreißers hilfreich sein. Auch gibt es reflektierende Halsbänder, die Katzen, die nachts auf ihre Streifzüge gehen, davor bewahren können, angefahren zu werden.

Andere Katzenhalsbänder sind zudem mit Stoffen versehen, die Flöhe und Zecken abwehren sollen. Die Katze bleibt somit größtenteils vor lästigen Stichen und Bissen bewahrt, auch wenn sie durch das Unterholz streift.

Man sollte bei der Wahl des Halsbandes auf besondere Sicherheitsvorkehrungen achten, damit es nicht zur Falle wird und die Katze sich nicht strangulieren kann. Es gibt dabei Sicherheitshalsbänder, die sich dehnen lassen oder sogar aufspringen, wenn die Katze sich damit zum Beispiel in einem Strauch verheddert. Zwar ist dann das Halsband samt Glöckchen und/oder Adressanhänger verloren, aber das Tier läuft nicht Gefahr sich selbst zu strangulieren oder nicht mehr von der Stelle zu kommen.  

Die Katze sollte, wenn sie ein Halsband tragen soll, früh daran gewöhnt werden. Allerdings nicht bevor sie sechs Monate alt ist, da in diesem zarten Alter der Spieltrieb und auch mögliche Gefahrenpotenziale noch zu groß und zu hoch sind. Eine Wohnungskatze muss kein Halsband tragen. Zwar bieten Tiergeschäfte die unterschiedlichsten Halsbänder mit dekorativen Anhängern an, diese stellen aber wohl eher einen Hingucker für den Besitzer dar und erfüllen für die Katze keinen sinnvollen Zweck. Man sollte es diesen Tieren also ersparen, ein Halsband zu tragen. Zumal es immer – auch trotz Gewöhnung – ein Fremdkörper für die Katze bleiben wird.
Auch Katzen können an Spaziergänge an der Leine gewöhnt werden. Besonders sinnvoll ist dieses für Wohnungskatzen, die normalerweise keinen Freigang bekommen, aber dennoch mal auf einer Wiese laufen gelassen werden sollen, um neue Gerüche kennen zu lernen, Insekten zu beobachten und die frische Luft und die Sonne zu genießen. Bei der Gewöhnung an ein Katzengeschirr kommt es aber entscheidend auf das Temperament des Tieres sowie auf die Ausdauer des Halters an. Denn das Tragen eines Geschirrs und das Gehen an der Leine muss geübt werden. Manche Tiere – zumal wenn sie bereits älter sind – finden sich nie mit dieser Art des Umherstreifens ab: Es widerspricht ihrem Eigenwillen, lässt nicht jede gewünschte Bewegung zu und das Geschirr kratzt einfach nur. Andere Katzen hingegen gewöhnen sich schnell an das Anlegen des Geschirrs und werden sofort freudig erregt, da sie wissen: Nun geht es an die frische Luft.

Ein Katzengeschirr ist immer so gefertigt, dass nicht nur ein Gurt um den Hals des Tieres verläuft. Dieses wäre viel zu gefährlich: Würde das Tier sich plötzlich draußen erschrecken und los rennen oder springen, könnte es sich strangulieren oder sich aus dem Halsband herausschlängel. Um dieses zu verhindern befindet sich ein zweites Band an jedem Geschirr, welches hinter den vorderen Schulterblättern verläuft und die Katze umfasst. Beide Bänder sind im Nacken und oberen Rückenbereich des Tieres durch einen Steg miteinander verbunden, an dem die Leine befestigt wird. Die Kraft, die dann durch das Ziehen an der Leine ausgeübt wird, wirkt dann nicht alleinig auf den Hals und die Kehle des Tieres, was es nur aggressiv machen würde. Andere Katzengeschirre verlaufen auch kreuzweise über die Brust des Tieres. Der Sinn ist hier allerdings der selbe: Ein zu starker Druck auf den sensiblen Hals soll vermieden werden.

Was Sie bei den Spaziergängen mit ihrer Katze zusätzlich beachten sollten: Wählen Sie ruhige Gegenden, wie etwa für den Anfang den eigenen Garten, für die Spaziergänge aus. Dort gibt es nicht allzu viele Geräusche, welche die Katze nicht kennt und die sie nervös machen könnten. Geben sie ihrer Katze Zeit, sich an die neue Situation zu gewöhnen und verzichten sie auf zu lange Spaziergänge, an denen die Katze keine Lust zeigt. Immer gilt es auch auf mögliche Gefahrenquellen zu achten, so zum Beispiel auf Hunde, die sich nähern und ähnliches.