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FIP

FIP ist eine infektiöse Bauchfellentzündung, die durch Viren hervorgerufen wird. Die Ansteckung erfolgt in den meisten Fällen bereits bei jungen Kätzchen kurz nach der Geburt. Deshalb ist die seit Neuestem auf dem Markt befindliche Impfung recht fraglich und unter Medizinern umstritten. Die Impfung erfolgt nämlich intrasanal erst nach der sechzehnten Lebenswoche, also dann, wenn bei den meisten Kätzchen eine mögliche Ansteckung schon längst stattgefunden hat.

Die Ansteckung erfolgt über Körpersekrete infizierter Katzen, also über den Mund oder die Nase. Das kann beim gegenseitigen Beschnuppern passieren, beim gemeinsamen Benutzen von Fress- und Trinknäpfen, dem Aufsuchen ein- und derselben Toilette oder natürlich auch bei Kämpfen durch Bisse.

Beim gemeinsamen Benutzen der Toilette steckt sich die gesunde Katze durch den Kot der infizierten Katze an. Wenn die infizierten Kätzchen von der Mutter entwöhnt werden, tritt zunächst ein harmlos erscheinender Krankheitsverlauf ein. Dieser äußert sich in leichtem Durchfall, der den Kätzchen kaum zu schaffen macht. Aus diesen anscheinend leichten Symptomen entwickelt sich später ein tödlicher Verlauf.

Bei FIP gibt es zwei Gruppen von Symptomen, die in „nass“ und „trocken“ unterschieden werden.

Zu den Symptomen der nassen Krankheitsform zählen vor allem Flüssigkeitsansammlungen im Körper. Diese können sowohl im Bauchbereich auftreten als auch im Brustbereich, wo durch die Wasseransammlung die Atmung erschwert wird. Weiterhin treten Erbrechen, Durchfall und damit verbundener Gewichtsverlust auf sowie Fieber.

Beim trockenen Verlauf ohne Wasseransammlungen kommt es zu Lebererkrankungen, Nierenversagen, Verdauungsstörungen, Krampfanfällen, Lahmheit sowie Erkrankungen der Atemwege.

Der einzige Schutz gegen FIP besteht darin, die Kätzchen von infizierten Tieren und deren Exkrementen fernzuhalten. Ob die spätere Impfung notwendig ist, muss jeder Katzenbesitzer für sich und sein Tier entscheiden. Da die größte Ansteckungsgefahr in den ersten Lebenswochen gegeben ist, die Impfung aber erst später erfolgt, ist sie aus Sicht vieler Tierärzte unsinnig. Das Geld ist für eine Blutuntersuchung auf FIP-Erreger, vor allem für neu in den Haushalt kommende Katzen, sicher wesentlich besser angelegt.