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Tollwut

Eine Impfung gegen Tollwut ist für Katzen unbedingt erforderlich, wenn sie in tollwutgefährdeten Gebieten wohnen. Für reine Wohnungskatzen gilt diese Vorschrift nicht unbedingt. Aber grundsätzlich sollten Katzenbesitzer auch in Gebieten, in denen Tollwut seltener auftritt, ihre Tiere impfen lassen. Das ist nicht nur im Interesse der eigenen Katze, sondern dient vor allem auch dem Schutz anderer Tiere. Nur durch eine hohe Impfrate kann eine Ausbreitung von Tollwut verhindert werden. Ein lückenloser Impfschutz sollte deshalb sehr ernst genommen werden. Nicht nur aus dem Grund, dass die Krankheit immer einen tödlichen Ausgang findet, sondern auch, weil Tollwut durch Bisse auf den Menschen übertragen werden kann.

Die Ansteckung erfolgt in jedem Fall durch den Speichel eines infizierten Tieres, der in die Blutbahn eines anderen Tieres oder eines Menschen gerät. Katzen wird nachgesagt, dass sie eine gewisse Resistenz gegen das Virus aufweisen, was aber keinesfalls bedeutet, auf den Impfschutz verzichten zu können. Eine Ansteckung über Gegenstände ist kaum möglich, da das Tollwutvirus außerhalb seines Wirts nicht überleben kann.

Die Symptome bei Tollwut können recht unterschiedlich sein. Bei manchen Katzen tritt vorerst nur ein Symptom auf, während andere Tiere alle Symptome gleichzeitig entwickeln. Die meisten Tiere, die mit Tollwut infiziert sind, weisen eine größere Aggressivität auf. Aber auch der umgekehrte Fall kann auftreten, etwa dass sonst sehr scheue Tiere plötzlich sehr zutraulich werden. Bei Katzenbesitzern sollten deshalb alle Alarmglocken schrillen, wenn Minka Rühr-mich-nicht-an plötzlich begeistert auf jeden Fremden zugeht oder wenn der sonst so friedliche Kater scheinbar ohne Grund seine Krallen ausfährt und zubeißt.

In beiden Fällen ist die Konsultation eines Tierarztes anzuraten, auch wenn sonst noch keine weiteren Symptome aufgetreten sind. Zu den weiteren Symptomen bei Tollwut zählen Krampfanfälle, Lahmheit, Schluckbeschwerden, Sabbern bis hin zur Schaumbildung rund um das Maul. Beim weiteren Fortschreiten der Erkrankung tritt der Tod ein. Um dem Tier einen langen Todeskampf zu ersparen sollte darüber nachgedacht werden, ob ein Einschläfern nicht die sanftere Option ist, so schwer es sicher auch fallen mag.